Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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eineruntervielen
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von eineruntervielen » 13.10.2018 11:47

Cohni hat geschrieben:
13.10.2018 09:47


Alles was man dazu hat, sind theoretische Quellen, wie etwa die ADAC-Kostenliste, die aber meinen individuellen Fahrzeug-Alltag nicht widerspiegeln kann und nur einen Mittelwert darstellt.

Du willst etwas, was kein Profi macht, wenn er entscheiden muss ob er das Fahrzeug mit CNG oder Diesel in die Flotte aufnimmt. Letztlich ist es immer eine Wette auf die Zukunft. Was du zudem vergisst, nur weil dein jetziges Fahrzeug nicht reparaturanfällig ist, heißt das noch lange nicht, dass dies für das gleiche Auto neu bestellt genauso gilt. Wenn man das so gerechnet haben möchte wie du, gäbe es kein Voll-Leasing..... Was du möchtest, hat mit richtiger Kostenrechnung nur bedingt etwas zu tun, denn du stellst auf eine statistisch nicht aussagefähige Erfahrung deine Berechnung/Entscheidung ab.

Ich kann für den VW Caddy 4 sagen, je länger man das Fahrzeug fährt und je mehr KM man fährt, desto größer fällt die Entscheidung zugunsten des CNG aus. Wobei ich natürlich von meinen Rahmenparametern ausgehe.....
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Cohni
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Cohni » 13.10.2018 14:57

Die Entscheidungen von Flottenprofis sind meiner Meinung nach wenig auf den privaten Bereich anwendbar.

Vielleicht eher noch hinsichtlich der Robustheit eines Modelles.

Beides, also private oder berufliche Entscheidung eint jedoch, dass es immer ein bisschen eine Wette auf die Zukunft ist, klar.

Leider neige ich manchmal zum palavernden Geschwurbel, denn eigentlich dachte ich ausgedrückt zu haben, dass es problematisch wäre, eine praktische und mit Zahlen belegbare Erfahrung mit der einer theoretischen Betrachtung zu vergleichen.

Von einem Auto, was ich nie hatte oder noch nicht habe, weiß ich selbstverständlich nicht, ob es mehr oder weniger reparaturanfällig, als das aktuelle ist.

eineruntervielen
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von eineruntervielen » 13.10.2018 16:28

Cohni hat geschrieben:
13.10.2018 14:57
Die Entscheidungen von Flottenprofis sind meiner Meinung nach wenig auf den privaten Bereich anwendbar.
Warum?
Von einem Auto, was ich nie hatte oder noch nicht habe, weiß ich selbstverständlich nicht, ob es mehr oder weniger reparaturanfällig, als das aktuelle ist.

Du weißt auch nicht, ob das Auto was du hast statistisch betrachte reparaturanfälliger ist als eines was du nie gefahren bist oder was du nicht hast. Du ziehst subjektive Kriterien zu Rate, bei der Entscheidung was besser ist.
Alles hat ein Ende - auch die Erdgaszeit.

Robert
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Robert » 13.10.2018 19:42

Cohni hat geschrieben:
13.10.2018 09:47
Was ich viel eher meinte sind die jene Dinge, die man einfach nicht feststellen kann. Ich kann z.B. nach Jahren ein Urteil über die Zuverlässigkeit und Kosten für Verschleißteile beim CNG-Auto treffen. Das kann ich bei einem Diesel-Auto, welches ich zum theoretischen historischen Vergleich nehme nicht. Wäre das Auto zuverlässiger gewesen? Keine Ahnung. Wäre es verschleißfreudiger oder umgekehrt gewesen? Keine Ahnung. Welchen Verbrauch hätte ich mit diesem Fahrzeug gehabt? Keine Ahnung.

Alles was man dazu hat, sind theoretische Quellen, wie etwa die ADAC-Kostenliste, die aber meinen individuellen Fahrzeug-Alltag nicht widerspiegeln kann und nur einen Mittelwert darstellt.
Sorry, aber du liest einmal nicht das, was ich längst geschrieben habe. Ja, am meisten kann man darüber rückblickend spekulieren, was denn defekt an einem Fahrzeug gewesen wäre mit einem anderen Antrieb (das habe ich bereits gesagt). Das ist nicht ganz einfach, aber so schwierig dann auch wieder nicht. Denn da bringt das Einzelbespiel wenig weiter, ich schaue mir da lieber an, was so allgemein geschieht. Da sehe ich den einfachen Benziner ein bisschen vorne und CNG bzw. Diesel auf Augenhöhe. Beide letzteren haben ihre (teuren) Schwachstellen, aber übertreiben braucht man es bei den Kosten auch nicht.
Beim Verschleiß hingegen, beim Verbrauch und Co. ... sorry, das kann ich sehr gut selbst abschätzen und auch sehr genau. Ich führe seit mehr als 15 Jahren Buch über meine Fahrzeuge. Ich habe Vergleichsgrößen wie Spritmonitor und Co.. Da kann ich mich selbst sehr gut einordnen. Ich kann dir für jedes Brot-und-Butter Auto sehr gut beantworten, was ich mit diesem verbrauchen würde.
Und nicht falsch verstehen, der ADAC hilft mir da null mit seiner Kostenliste. Da liege ich immer weit drunter. Das liegt vor allem daran, dass ich mich etwas intelligenter verhalte. Nur ein Beispiel: Das Wischwasser lasse ich nicht für 10€/l in der Werkstatt auffüllen ;).
einherzfuerCNG hat geschrieben:
13.10.2018 08:37
Solche Sprüche bringen hier keinen weiter, die kannst du dir echt stecken. Sachliche Argumente gehen anders.
...
Klar kann niemand voraussehen, welche Regelungen in ein paar Jahren gelten, sonst hätt ich mir vor 8 Jahren sicher keinen Diesel mehr geordert.
Entgegen gesetzte Meinungen entsprechen nicht einem "zerreden von Threads"!
Das ist einfach nur unter deinem Motto zu verstehen, ungeliebte Meinungen willst du nicht lesen.

Im Gegensatz zu dir haben Gulbenkian und ich unsere Gasfahrzeuge vor vielen Jahren bereits geordert, fahren sie bereits seit vielen Jahren und haben die rosarote Brille aber bereits abgelegt.
Die Erdgaszukunft sehe ich nicht als unglaublich rosig, sie wird ein Mauerblümchendasein weiter fristen und das hat handfeste Gründe. Diese wirst du auf Dauer auch noch wahrnehmen ;).

Robert K. G.
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Robert K. G. » 14.10.2018 11:56

Es sind schon so viele Technologien in meinem Motorrad- und Autofahrerleben gekommen und gegangen. Alle waren für sich wunderbar gedacht, jetzt sind sie tot. Meist aus politischen Gründen:

Angefangen habe ich mit Zweitaktern. 1999 habe ich meinen letzten neuen Zweitakter gekauft, eine Yamaha. Ein wunderbares Fahrzeug, ich trauere der 125er immer noch hinter her. 30 PS beim Fahrverhalten eines Fahrrades... mittlerweile undenkbar...

Auto: Ein Diesel mit Allrad! Damals gab es an gefühlt jeder zweiten Tanke noch Biodiesel. Umgerüstet war er auf Pflanzenöl. Eintanktechnik... Das war geil! Das Ding hat alles verbrannt, auch gereinigtes altes Motoröl. Als Student hatte man kein Geld. Es gab auch eine Pflanzenöltankstelle in der Nähe. Die Ökobilanz kann garnicht so schlecht gewesen sein. Trotzdem hat es damals schon der BUND in Grund und Boden geschrieben, von Monokulturen gefaselt und vom Verbrennen von Naheungsmitteln. Dann hat der Staat die Steuern erhöht und alles war vorbei.

Parallel gab es Bioethanol. Heute tot, der Steuer sei dank! Dafür haben wir jetzt eine Beimischungsquote und der Bioethanol kommt sonstwo her.

Dann kam LPG. Das Tankstellennetz ist top, die Steuererhöhungen sind jetzt schon klar. Tschüß Technologie, du warst auch nett.

Gerade wird die Elektrosau durch das Dorf getrieben und richtig schön ist CNG nur noch eine Brückentechnologie. Das Tankstellennetz wird sich verkleinern und 2025 oder 26 wird aus wirtschaftlichen Gründen Schluss sein. Schade... aber Sentimentalität wird nichts bringen.

Die einzigen Technologien die sich wacker halten sind Benziner und Diesel. Von diesen sind bis jetzt auch alle anderen Konzepte abgeleitet. Selbst die tollen Elektro SUV mit E-Kennzeichen haben noch einen Benzinmotor. Ich weiß nur noch nicht ob ich amüsiert sein soll oder den Kopf schütteln muss.

In diesem Sinne:
Weiter fahren und beobachten. Am teuersten fährt man nämlich immer noch mit einem Neuwagen...

Gruß
Robert

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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von xl8lx » 14.10.2018 12:17

Robert hat geschrieben:
13.10.2018 19:42
... aber du liest einmal nicht das, was ich längst geschrieben habe. ...
... wenn ihr gegenseitig nicht mal mehr lest was der andere schreibt, ...

Hier mal ein netter Rechner, der beim sorgfältigen eintragen der Daten, spannende Ergebnisse aufzeigt:

https://www.amortisationsrechner.de
11.) Seat Leon TGI | 10.) Volvo V40 | 9.) Fiat Tempra | 8.) Opel Kadett | 7.) Fiat Tempra | 6.) VW "Post-Golf" | 5.) Volvo 745 | 4.) Volvo 245 | 3.) VW Golf II | 2.) Simson Schwalbe | 1.) Opel Corsa

c.) Skoda Octavia G-Tec | b.) Jaguar x-Type | a.) Citroen C3

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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Gulbenkian » 14.10.2018 12:59

Robert K. G. hat geschrieben:
14.10.2018 11:56
1999 habe ich meinen letzten neuen Zweitakter gekauft, eine Yamaha.
Zu der Zeit noch einen 2-Takter kaufen, mutig. Hab zu Anfang meiner 2-Rad Zeit auch mit einer RD geliebäugelt, sind dann aber 2 Zylinder und 2 Takte mehr geworden. Hat schon ordentlich gestunken da hinten dran, wenn man mal am Kabel gezogen hat.
Trotzdem hat es damals schon der BUND in Grund und Boden geschrieben, von Monokulturen gefaselt und vom Verbrennen von Naheungsmitteln. Dann hat der Staat die Steuern erhöht und alles war vorbei.
Da hatte der BUND leider recht. Wenn ich hier durch die Gegend fahre, sehe ich zuhauf Raps- und Maisfelder. Wird halt für Biogasanlagen verwendet, das bringt dem Bauern vielerorts mehr Geld ein, als Nahrungsmittel anzubauen. Wenn jetzt noch die ganzen Altdiesel mit Rapsöl rumfahren würden, wärs ganz vorbei.
Parallel gab es Bioethanol. Heute tot, der Steuer sei dank! Dafür haben wir jetzt eine Beimischungsquote und der Bioethanol kommt sonstwo her.
Um eine große Nachfrage nach Bioethanol zu befriedigen, fehlt in D einfach die landwirtschaftlich nutzbare Fläche. Seien wir dankbar, denn Bioethanol steht/stand in Konkurrenz zu Biomethan und der Ertrag an Biomethan auf gleicher Fläche, ist um einiges höher als bei Bioethanol. Die Idee ist gut, und in Ländern mit sehr, sehr viel Nutzfläche auch darstellbar, nur macht es hierzulande wenig Sinn, in Brasilien, den USA, Kanada... schaut das eventuell anders aus.
Die einzigen Technologien die sich wacker halten sind Benziner und Diesel.
Sind ja auch über 100 Jahre weiterentwickelt worden und ein Standbein unseres Wohlstands. So, oder so ähnlich sieht vermutlich die Begründung eines deutschen Automobilherstellers aus. Hier wurde der Knall eben noch nicht gehört und solange die Hersteller es über Anreize schaffen, dass die dt. Politik die schützende Hand über die Branche hält und damit Innovationen verhindert, solange werden Diesel und Benziner bei uns weiter das Straßenbild prägen.
Ich weiß nur noch nicht ob ich amüsiert sein soll oder den Kopf schütteln muss.
Da fällt mir was von Ibsen ein: "Alle Entwicklung ist bis jetzt nichts weiter als ein Taumeln von einem Irrtum in den andern." Mal schauen was kommt und bleibt.
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von einherzfuerCNG » 14.10.2018 19:31

Robert hat geschrieben:
13.10.2018 19:42
einherzfuerCNG hat geschrieben:
13.10.2018 08:37
Solche Sprüche bringen hier keinen weiter, die kannst du dir echt stecken. Sachliche Argumente gehen anders.
...
Klar kann niemand voraussehen, welche Regelungen in ein paar Jahren gelten, sonst hätt ich mir vor 8 Jahren sicher keinen Diesel mehr geordert.
Entgegen gesetzte Meinungen entsprechen nicht einem "zerreden von Threads"!
Das ist einfach nur unter deinem Motto zu verstehen, ungeliebte Meinungen willst du nicht lesen.

Im Gegensatz zu dir haben Gulbenkian und ich unsere Gasfahrzeuge vor vielen Jahren bereits geordert, fahren sie bereits seit vielen Jahren und haben die rosarote Brille aber bereits abgelegt.
Die Erdgaszukunft sehe ich nicht als unglaublich rosig, sie wird ein Mauerblümchendasein weiter fristen und das hat handfeste Gründe. Diese wirst du auf Dauer auch noch wahrnehmen ;).

Lieber Robert, lieber Gulbenkian,
vielleicht nicht gleich immer an einen persönlichen Angriff denken, wenn mal unerfahrenere Gas-Fahrer eine andere Meinung als eure vorziehen. Das heißt ja nicht automatisch, dass die Wahrheit vielleicht sogar anders als BEIDE Standpunkte ist.

Das SOLCHE SPRÜCHE bezog sich ausschließlich auf den (unnötigen) Hinweis: "Dann kauf Dir ein Kettcar" ... sowas kann mir der Kollege Gulbenkian gern beim Bier am Stammtisch sagen, hier führt es nicht zu einer sachlichen Diskussiuon

Eine rosa Brille hatte ich nie auf, aber interessant, dass du dir zutraust, dieses Urteil über mich zu fällen ...
Ich kaufe nach langer Überlegung und Kalkulation das, was mir wirtschaftlich erscheint und mich gerade noch zufrieden stellt.
Worauf ich aber bei der Anschaffung geachtet habe war, dass z.Z. genug Tankanlagen in erreichbarer Nähe sind und dass der Freundliche Verkäufer eine Werkstatt mit entsprechend geschultem Personal vorweisen kann und mindestens eine weitere brauchbare Werkstatt im Umkreis von 25km liegt.
An einen riesigen Aufschwung im Bereich CNG glaubte ich auch nicht beim Kauf, auch entgegen den Versprechungen des VW-Konzerns. Falls du mal hier weiter siehst was ich so schreibe, bin ich sogar wehement gegen reine monovalente CNG-Fahrzeuge und sehr froh, selbst noch einen vollwertigen Benzintank an Bord zu haben, auch und gerade aus der Überlegung heraus, dass es mit der Tankstellensituation auch deutlich bergab gehen kann ... DAS nennst du rosa Brille?
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Robert
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Robert » 14.10.2018 19:56

Robert K. G. hat geschrieben:
14.10.2018 11:56
Parallel gab es Bioethanol. Heute tot, der Steuer sei dank!
Unsinn.
Man ist politisch nur von einer Steuerermäßigung hin zu einer Zwangszumischung gewechselt. Ärgerlich für die, die damals von einer Subvention profitiert haben, aber tot sind die Kraftstoffe (betrifft auch Biodiesel) deshalb überhaupt nicht. Es tankt sie einfach nur jeder in kleinen Teilen mit.
Robert K. G. hat geschrieben:
14.10.2018 11:56
In diesem Sinne:
Weiter fahren und beobachten. Am teuersten fährt man nämlich immer noch mit einem Neuwagen...
Da bin ich bei dir. Man weiß heute eigentlich nicht mehr, was morgen angesagt ist. Die Rechtssicherheit erodiert weg. Ein wesentlicher Punkt, warum die Bürger so verärgert sind in Bezug auf Wahlen ;).
xl8lx hat geschrieben:
14.10.2018 12:17
Hier mal ein netter Rechner, der beim sorgfältigen eintragen der Daten, spannende Ergebnisse aufzeigt:
Da ist nichts, aber auch gar nichts spannendes dran. Rechnen können wir alle, nur ist die Frage bei wenigen Dingen, mit was füttert man denn die Rechnung?
Da geht es nur um die letzten 5%, das ist schon richtig, aber die erklärt einem der Rechner nun einmal auch nicht.
einherzfuerCNG hat geschrieben:
14.10.2018 19:31
vielleicht nicht gleich immer an einen persönlichen Angriff denken, wenn mal unerfahrenere Gas-Fahrer eine andere Meinung als eure vorziehen. Das heißt ja nicht automatisch, dass die Wahrheit vielleicht sogar anders als BEIDE Standpunkte ist.

Das SOLCHE SPRÜCHE bezog sich ausschließlich auf den (unnötigen) Hinweis: "Dann kauf Dir ein Kettcar" ... sowas kann mir der Kollege Gulbenkian gern beim Bier am Stammtisch sagen, hier führt es nicht zu einer sachlichen Diskussiuon
Sorry, aber zum Zerreden von Threads gehören im Zweifel immer zwei.
Einer der es ausspuckt und einer der es (falsch) aufgreift.
Deine These, dass ein Fahrzeug dann finanziell günstig ist (ja, "günstig" bezieht sich immer auf das Finanzielle), wenn die Betriebskosten nicht günstig sind, war einfach Mumpitz. Gulbenkian hat das einfach nur etwas flapsig mit seinem Kettcar ausgesagt. Recht hat er damit trotzdem, denn deine Aussage, die zu seiner geführt hatte, war und ist Unsinn.

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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von einherzfuerCNG » 14.10.2018 21:16

Robert hat geschrieben:
14.10.2018 19:56


Deine These, dass ein Fahrzeug dann finanziell günstig ist (ja, "günstig" bezieht sich immer auf das Finanzielle), wenn die Betriebskosten nicht günstig sind, war einfach Mumpitz. Gulbenkian hat das einfach nur etwas flapsig mit seinem Kettcar ausgesagt. Recht hat er damit trotzdem, denn deine Aussage, die zu seiner geführt hatte, war und ist Unsinn.
ok, wenn DU hier allein zu entscheiden hast, was Sinn und Unsinn oder gar Mumpitz ist, braucht sich ja kein anderer mehr zu äußern. Günstig definiert eben nicht jeder NUR finanziell. Aber wenn DU das hier so festlegst, braucht es auch da keinerlei weitere Diskussion. Soviel zu "einer der es (falsch) aufgreift" ...

Flapsig kann man gern mit Leuten sein, die man persönlich kennt ... "vielleicht nicht gleich immer an einen persönlichen Angriff denken" ist leider nicht bei Dir angekommen.

Genauer lesen klappt auch nicht immer. Von finanziell günstig hab ich oben nix geschrieben ... Zitat: Günstig definiert sich zumindest für mich nicht nur über den Preis ... wobei es eben für mich GÜNSTIG ist, wenn ich in späteren Jahren auch noch zum Verwandtschaftsbesuch nach Stuttgart und Düsseldorf reinfahren darf.

So, nun könnt ihr gerne weiter dunkle Wolken in der Glaskugel suchen ... ich bin raus.
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Robert » 14.10.2018 21:20

einherzfuerCNG hat geschrieben:
14.10.2018 21:16
Von finanziell günstig hab ich oben nix geschrieben ...
Der Zusammenhang war vollkommen klar, bis du ihn zerredet hast.
Und das war es von mir dazu, denn ich habe keine Lust auf dein zerreden von Threads!

Cohni
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Cohni » 15.10.2018 08:19

eineruntervielen hat geschrieben:
13.10.2018 16:28
Cohni hat geschrieben:
13.10.2018 14:57
Die Entscheidungen von Flottenprofis sind meiner Meinung nach wenig auf den privaten Bereich anwendbar.
Warum?
Von einem Auto, was ich nie hatte oder noch nicht habe, weiß ich selbstverständlich nicht, ob es mehr oder weniger reparaturanfällig, als das aktuelle ist.
Du weißt auch nicht, ob das Auto was du hast statistisch betrachte reparaturanfälliger ist als eines was du nie gefahren bist oder was du nicht hast. Du ziehst subjektive Kriterien zu Rate, bei der Entscheidung was besser ist.
Warum? Na bezogen auf die ganzheitliche Betrachtung, die natürlich auch den Anschaffungspreis usw. berücksichtigen muss. Ich als Privat-Heini bekomme mit Sicherheit nicht die gleichen Konditionen, wie ein Flottenmensch. Darüber hinaus werden dort sicherlich auch die Antriebsarten anders "gefördert", als im privaten Bereich. Flottenbetreiber tanken i.d.R. mit Flottentankkarten, was auch wiederum andere Konditionen bedeuten könnte. Flottenbetreiber bekommen andere Konditionen in den Werkstätten etc etc.

Bei dem Auto, welches ich tatsächlich fahre, interessiert mich im Nachhinein die allgemeine Statistik herzlich wenig, denn mir liegen die Daten des konkreten Gebrauches vor. Das ist objektiv und nicht subjektiv. Das Fahrzeug, welches ich nicht gefahren bin, sondern nur im Nachhinein theoretisch mit meinem gefahrenen Auto vergleichen kann, entzieht sich der Objektivität und lässt sich nur über die Statistik bestimmen. Das ist mir persönlich zu wenig konkret, zu schwammig.

Natürlich braucht jede Entscheidung irgendeine Grundlage. Offenbar bin ich bezüglich der Aussagekraft dieser Grundlage anderer Meinung als Du oder Robert. Und nein, Eure Argumente können mich nicht überzeugen. Lassen wir es einfach dabei, ist doch auch nicht schlimm. Eine Diskussion muss nicht zwangsläufig dazu führen, dass ein Diskussionpartner "in die Knie" gezwungen wird. Ich sehe das Thema CNG deutlich positiver als Ihr und Ihr könnt mich nicht vom Gegenteil überzeugen. Umgekehrt genauso wenig. Schlimm? Ich denke nicht, wir sind ja schließlich erwachsene Menschen.

Auch das Herumreiten auf Eure unbestreitbare lange Erfahrung nutzt wenig, wenn die eigenen konkreten und praktischen Erfahrungen anders aussehen. Thema Berlin und CNG-Verfügbarkeit...

Ich denke, an diesem Punkt bin ich dann auch raus, denn wir drehen uns argumentativ im Kreis. Ein gegenseitiges Mantra muss man sich nun nicht an den Kopf werfen. :razz:

@Robert
Ich hoffe, Du hast bei Deiner 15 jährigen Dokumentation der Kosten aller Deiner Fahrzeuge auch die Tankzeiten in Geldwert (Stundenlohn) umgerechnet... ;-)

Kleine nicht bösgemeinte Frotzelei. Ich habe ja schon geschrieben, dass dieser für Dich wichtige Punkt für mich Quark ist. An dieser Stelle zeigt sich aber auch, dass wir an Dinge offenbar vom Denken her allgemein schon ganz anders herangehen und dies auch der Grund sein mag, weshalb die Argumente gegenseitig nicht so richtig ziehen.

Das Spannende ist aber, dass jeder für sich selber Recht haben mag. In seiner eigenen Welt. Denn auch die sogenannte objektive Realität da draußen kann nur durch einen subjektiven Filter bewertet werden. Und der ist naturgemäß sehr individuell... :prost:

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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Gulbenkian » 15.10.2018 10:41

Robert hat geschrieben:
14.10.2018 21:20
einherzfuerCNG hat geschrieben:
14.10.2018 21:16
Von finanziell günstig hab ich oben nix geschrieben ...
Der Zusammenhang war vollkommen klar, bis du ihn zerredet hast.
Und das war es von mir dazu, denn ich habe keine Lust auf dein zerreden von Threads!
So stand es:
einherzfuerCNG hat geschrieben:Günstig definiert sich zumindest für mich nicht nur über den Preis und wenn die Betriebskosten zumindest konkurrenzfähig sind, zählen eben andere Dinge, sicher auch der Aspekt der Abgaswerte.
Günstig muss nicht finanziell günstig sein, akzeptiert. Wenn für einherzfuerCNG das finanzielle passt und dann andere Dinge auch zählen, in seiner Aussage die Abgaswerte, dann sei mir ein Verweis auf ein Kettcar doch erlaubt. Das ist finanziell und abgastechnisch günstig für jemanden, der Fahrverbote und hohe Kosten fürchtet. Hat doch nichts mit Zerreden zu tun. :ka:
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Cohni » 16.10.2018 15:06

Vielleicht kann man ja als gemeinsame Nenner für diesen Thread folgendes feststellen:

Ja, CNG ist als möglicher alternativer Antrieb tatsächlich unterschätzt. Es wird zwar ein bisschen besser, aber im Allgemeinen herrscht relativ große Unkenntnis bezüglich dieses Themas. Zumindest in meinem Wirkungsumfeld. Vielmehr werden alle Gasautos in einen Topf geworfen. So ging es mir im übrigen auch. Bin mehr per Zufall auf das Thema gestoßen.

Nein, CNG ist nicht für jeden eine passende Alternative. Dies betrifft vor allem die Verfügbarkeit entsprechender Tankstellen und es bestehen u.a. Bedenken bezüglich teurer Folgekosten der Technik. Letzteres ist zwar oft Bauchsache, aber dennoch zu akzeptieren. Für mich persönlich unberechtigt, aber eine Investition mit schlechtem Bauchgefühl sollte man einfach nicht tätigen. Teilweise bestehen auch Sicherheitsbedenken. Meiner Meinung nach ebenso unbegründet, aber ähnlich wie vorher, so etwas muss man letztendlich akzeptieren.

Bezüglich der Gesamtkosten sehe ich mindestens einen Gleichstand zum Diesel, eher noch Vorteile für den CNG.

Unbestreitbare Vorteile bietet der Gasantrieb jedoch hinsichtlich der geringeren Umweltbelastung und der theoretischen sichereren Zukunft. Warum theoretisch? Wenn der CNG-Antrieb trotz besagter Vorteile ohne Lobby bleibt und dem Tode geweiht werden soll, wird es so geschehen. Ich selber glaube nicht an diese negative Prognose, aber Glauben und selbst Vernunft spielen oft keine Rolle. Jedoch sollte man für den eigentlich untauglichen Versuch, eine halbwegs realistische Einschätzung der Zukunft zu fabrizieren, den positiven wie auch negativen Verlauf als Möglichkeit betrachten.

Allerdings ist die Wortkombination "theoretisch sicher" an sich schon ein Oxymoron... ;-)

Robert
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Re: Unterschätzte Alternative: Erdgasautos

Beitrag von Robert » 16.10.2018 19:22

Ich bin voll bei dir, CNG ist ein unterschätzter Antrieb.

Der Punkt ist, die Alternativen sind nicht weit weg. Viele aktuelle Diesel sind kaum mehr schlechter bei den Schadstoffen und z.T. sogar besser beim CO2.
Und wenn mal die NOx-Sau durchs Dorf getrieben ist, dann kommt ganz sicher die CO2-Sau wieder dran. Das halte ich für sicher.
Da ist Erdgas zwar gut, man kann und darf aber hinterfragen, ob eine massive steuerliche Subventionierung gegenüber dem Diesel dann noch gerechtfertigt ist? Und die Frage wird gestellt werden.
Und da sind wir an dem Punkt, dass einmal mehr der Verbrenner insgesamt in Frage gestellt wird (und der Erdgaser hat da einfach auch nicht genug Argumente auf der Habenseite, dass es da eine Ausnahme geben wird).

Genießen wir die Vorteile die es gibt, es bleibt spannend ;).

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