Skoda G-Tec - Umstellung auf Benziner wenn Stahltanks rosten

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CNG_Interessent
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Skoda G-Tec - Umstellung auf Benziner wenn Stahltanks rosten

Beitrag von CNG_Interessent » 15.05.2018 21:25

Liebes Forum,

ich habe bereits eure Hilfe in Anspruch genommen, aber vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen:

Ich überlege mir aktuell einen Skoda Octavia G-Tec zuzulegen, da ich für meinen neuen Job viel pendele (ca. 800 km/Woche, 97% Autobahn, insgesamt rechne ich mit mind. 30 Tkm/Jahr).

Nun habe ich eine Fragen bezüglich des wirtschaftlichen Risikos im Falle von Rost bei den Erdgastanks und Verweigerung des TÜVs/HU-Plakette (oder wie auch immer das heißt):
Wäre es grundsätzlich möglich die Gastanks des G-Tec abzumontieren bzw. außer Betrieb zu setzen und als reines Benzin-Auto zu fahren (und wenn ja was kostet so etwas)? Hintergrund meiner Frage. Ich gehe mal vom Worst Case aus (nach 5 Jahren Rost an den Erdgastanks, Austauschkosten von 5.000 - 6.000 € und keine Kulanz von Skoda; Restwert läge bei ca. 8.000 €) und denke mir, dass man das Auto eigentlich doch dann weiterhin als Benziner fahren könnte (natürlich zu deutlich höheren Spritpreisen etc.) und sich die Austauschkosten sparen könnte.

Ich würde ich sehr über eine Rückmeldung bzw. eure Meinung freuen!

Vielen Dank!

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 15.05.2018 21:35

N'Ahmd!

A: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Skoda da einen neuen Rost-Skandal würde lostreten wollen.

B: Rückrüstung auf puren Betrieb mit Luxusbrühe ist grundsätzlich möglich, Der Ausbau der Gasanlage nebst Eintragung in die Papiere (eigentlich Austragung daraus) könnte irgendwas zwischen 500 und 900€ kosten incl. Entsorgung der Rostbuddeln.

C: Man kann auch Rostbuddeln rausschmeißen und irgendwas anderes implantieren. Da rüttelt man ja nicht an den Verbrauchs- und Abgas-Daten. Eine Zusatzbuddel kostet auch irgendwas um 1000€. Ist dann wegen anderer Abmessungen eben nicht am gewohnten Platz sondern blockiert ein Stück Kofferraum. Wer braucht beim Pendeln Kofferraum? So what?

MfG Bassmann

Robert
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Beitrag von Robert » 15.05.2018 22:58

Also ich war vor einigen Jahren auch echt skeptisch und habe die Entscheidung für ein Erdgasfahrzeug durchaus bereut, weil Passat, Touran und Caddy echt grauenhaft bei den Flaschen waren. Aber heute denke ich etwas anders. Die 5 Jahre schaffen echt 99% der Fahrzeuge und dann lautet das Motto doch, max. einmal tauschen im Autoleben. Dabei glaube ich nicht, dass es so teuer wird, wie von dir befürchtet, sondern eher bei guten 3000€ endet.
Klar ist das auch richtig Geld, aber bei min. 40.000km/Jahr bedeuten 12 Jahre rund eine halbe Million Kilometer ... da ist früher was anderes defekt. Und 100.000km auf Benzin sind klar teurer, als einmal die Gasflaschen zu wechseln.

Unter dem Strich wird es keine riesen Ersparnis werden, aber selbst im Worst-Case wirst du nicht teurer fahren.

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Beitrag von xl8lx » 16.05.2018 06:57

Die neue G-Tec Modellreihe wird ziemlich sicher keine Stahltanks mehr haben ... wenn es ein Neuwagen werden sollte. Aktuell ist er ausverkauft!
Im Umweltprämie- und Erdgasfieber:
Seat Leon TGI | Bestellt: 22.12.17 | Produktion: 17 KW | Lieferung: 01.06.18
Skoda Octavia G-Tec | Bestellt: 25.10.17 | Produktion: 13 KW | Lieferung: 04.05.18

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Beitrag von Gulbenkian » 16.05.2018 08:41

xl8lx hat geschrieben:Die neue G-Tec Modellreihe wird ziemlich sicher keine Stahltanks mehr haben ...
Wie kommst Du da drauf? Der Octavia hat gerade erst ein Facelift und neue Motoren erhalten, der Octavia 4 wird nicht vor 2020 kommen. Spannend, dass Du schon Details zur technischen Ausstattung hast :-)
Golf IV BiFuel '06
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xl8lx
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Beitrag von xl8lx » 16.05.2018 12:37

Infos kommen aus tschechischem Skodaforum.
Quelle ist klar suboptimal, aber Erfahrungsgemäß gar nicht so schlecht!

Nur noch als Combi, Umstellung Mitte bis Ende des Jahres, nur noch 15l Benzin dafür drei CFK-Flaschen, 1.5er Motor, 130 PS, etc.
Im Umweltprämie- und Erdgasfieber:
Seat Leon TGI | Bestellt: 22.12.17 | Produktion: 17 KW | Lieferung: 01.06.18
Skoda Octavia G-Tec | Bestellt: 25.10.17 | Produktion: 13 KW | Lieferung: 04.05.18

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Beitrag von Gulbenkian » 16.05.2018 16:08

Also analog Golf VII, klingt nicht schlecht. Vielleicht bekommt der Leon dann auch die GFK Flaschen inkl. Tankerweiterung. Schade, dass der Benzintank dann so klein wird, aber vielleicht bleibt der 110PS TGI ja im Angebot.
Golf IV BiFuel '06
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Beitrag von opelix1 » 16.05.2018 19:14

Ja, analog Golf 7.
Der 1.4l 110 PS TGI wird definitiv nicht bleiben, da er ab 1.9. nicht mehr erstzulassungsfähig ist. Er erfüllt nur die EURO 6b Norm nach NEFZ. Ab 1.9. bräuchte er aber mindestens EURO 6c nach WLTP oder besser EURO 6dTemp nach WLTP. Deshalb werden derzeit nur noch Restbestände verkauft und viele Modelle sind nicht mehr bestellbar.
Das endlich CFK/GFK Flaschen auch bei den Konzerntöchtern Einzug halten und dem Golf/Octavia/Leon eine dritte Flasche spendiert wird, ist folgerichtig und freut die Vielfahrer, das tägliche tanken ist schon nervig. Ein Benzintank mit ca. 20l ähnlich dem im alten Passat wäre natürlich wünschenswert, um flexibler zu sein, aber man kann ja nicht alles haben.
Trotzdem ein großer Schritt in die richtige Richtung, nur dass die NEFZ -> WLTP Umstellung und damit die Homologisierung bei fast allen Herstellern verschlafen wurde und damit die Chance weitere Marktanteile für CNG zu gewinnen.

Robert
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Beitrag von Robert » 16.05.2018 20:31

opelix1 hat geschrieben: Trotzdem ein großer Schritt in die richtige Richtung, nur dass die NEFZ -> WLTP Umstellung und damit die Homologisierung bei fast allen Herstellern verschlafen wurde und damit die Chance weitere Marktanteile für CNG zu gewinnen.
Leider ist eher das Gegenteil der Fall. Denn die CNG Varianten müssen genauso neu homologiert werden. Und bei zulassungsschwachen Varianten, wie die CNG Varianten es sind, wird eher zu letzt homologisiert. Es ist also zu erwarten, dass einige der "ausverkauften" Varianten, nicht so schnell wieder angeboten werden.

Unter dem Strich wurde da auch nichts verschlafen, sondern es ist ein politisch gemachter Engpass. Niemand baut extrem viele Prüfstande auf, die hinterher nicht mehr gebraucht werden. Das wäre einfach noch teurer, als nun ein paar Modelle ein paar Monate vom Markt zu nehmen.

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Beitrag von opelix1 » 16.05.2018 21:15

@Robert:
Ja, das habe ich doch geschrieben: CNG hätte einen Vorsprung haben können. Es ist richtig: Homologiert werden müssen alle Fahrzeuge, ABER das steht nicht erst seit gestern fest, die EU-Regelung stammt vom 01.06.2017. Damit hatten die Hersteller 1 Jahr Zeit, was bei den heutigen Entwicklungszyklen sportlich, aber machbar ist. Natürlich sind der Flaschenhals die Prüfstände, wenn man die Entwicklung aber weiter betrachtet, werden die Zyklen aber immer kürzer und ein Prüfstand wird sich schnell amortisieren. Die Kundschaft zu verprellen und zum Wettbewerber zu treiben geht auf Dauer auch nicht gut. Das kann sich dann allenfalls ein Staatsunternehmen leisten. Einen politisch gemachten Engpass sehe ich da nicht zwangsläufig, eher Unternehmen, die auf Grund Ihrer Größe nicht mehr flexibel genug sind, um auf sich änderende Bedingungen schnell reagieren zu können.

Robert
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Beitrag von Robert » 16.05.2018 21:42

opelix1 hat geschrieben:@Robert:
Ja, das habe ich doch geschrieben: CNG hätte einen Vorsprung haben können. Es ist richtig: Homologiert werden müssen alle Fahrzeuge, ABER das steht nicht erst seit gestern fest, die EU-Regelung stammt vom 01.06.2017.
Nein, du hast nichts davon geschrieben, dass CNG einen Vorsprung "hätte" haben können.
Und das "hätte" unterliegt doch Bedingungen. Bei den Autokonzernen sitzen keine Entscheider da, die CNG-Idealisten sind, wie viele hier, sondern die einfach danach urteilen, was am meisten Geld in die Kasse spült bzw. Geld spart. Und ja, das können die (und die liegen richtig diesbezüglich)! Und CNG "hätte" nur einen Vorsprung bekommen können indem die ihre Prämisse, Geld zu verdienen in der Ablage "P" beerdigt hätten. Aber das ist sicher mehr als unrealistisch.
Ansonsten wafr natürlich die Problematik bekannt, dass die Prüfstände knapp werden.
Aktuell gibt es auf den Prüfständen einen echten Engpass, obwohl die Kapazitäten massiv erweitert wurden, aber der wird sich wieder auflösen. Im Gegenteil, die nächsten Jahre (wenn die Nummer mal durch ist) werden die Prüfstände herumkrebsen, weil es ein Überangebot geben wird. Da ist deine Einschätzung einfach nur falsch, dass das kürzere Produktzyklen wieder aufwiegen.

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Beitrag von Mircka » 19.05.2018 08:44

Robert hat geschrieben:Also ich war vor einigen Jahren auch echt skeptisch und habe die Entscheidung für ein Erdgasfahrzeug durchaus bereut, weil Passat, Touran und Caddy echt grauenhaft bei den Flaschen waren. Aber heute denke ich etwas anders. Die 5 Jahre schaffen echt 99% der Fahrzeuge und dann lautet das Motto doch, max. einmal tauschen im Autoleben. Dabei glaube ich nicht, dass es so teuer wird, wie von dir befürchtet, sondern eher bei guten 3000€ endet.
Klar ist das auch richtig Geld, aber bei min. 40.000km/Jahr bedeuten 12 Jahre rund eine halbe Million Kilometer ... da ist früher was anderes defekt. Und 100.000km auf Benzin sind klar teurer, als einmal die Gasflaschen zu wechseln.

Unter dem Strich wird es keine riesen Ersparnis werden, aber selbst im Worst-Case wirst du nicht teurer fahren.
Sehe ich genauso hab mich damals gegen VW Passat entschieden. Müssen die Tanks nicht eh nach 12 Jahren ausgetauscht werden? Oder wahren es nach 20 Jahren? Also mein Stahl Flasche im Kofferraum wahr seit 2001 im Kofferraum und nichts mit Rost. Das mit VW und den Flaschen geh ich davon aus das sie bewußt manipuliert wahren Zweck Image schaden? In den USA fahren auch unterschiedliche Fahrzeuge rum alle nur mit CFK? Naja ist alles nur Panik mache man möchte lieber E-Autos verkaufen das der eine oder andere mal liegen bleibt da wird nichts drüber berichtet ist immer wieder lustig.

URTEIL IM ZWEIFEL FÜR DEN ANGEKLAGTEN
Anfang September 2016 barst ein Tank eines VW Touran mit Erdgas-Antrieb (CNG) beim Tankvorgang.asp AUTO SERVICE PRAXIS liegen die Untersuchungsergebnisse der Staatsanwaltschaft Göttingen vor.
http://bfg-ev.com/urteil-lm-zweifel-fue ... geklagten/

@CNG_Interessent
Hier kann man selbst nachschauen was man spart fahre selbst zwischen 30/35 Tkm im Jahr
http://www.amortisationsrechner.de


Worst-Case? Was ist schlimmer die Mitmenschen zuvergiften die Umwelt zu zerstören? Da sind mir manch ein Autofahrer schlimmer wie die fahren und das Risiko höher das irgend ein Idiot dir ins Auto fährt! So hab ich auch mein 3 kg/100km auto verloren umgerüstet 2001/Unfall 2015!

Mircka
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Beitrag von Mircka » 19.05.2018 08:52

Gulbenkian hat geschrieben:
xl8lx hat geschrieben:Die neue G-Tec Modellreihe wird ziemlich sicher keine Stahltanks mehr haben ...
Wie kommst Du da drauf? Der Octavia hat gerade erst ein Facelift und neue Motoren erhalten, der Octavia 4 wird nicht vor 2020 kommen. Spannend, dass Du schon Details zur technischen Ausstattung hast :-)
Da hab ich seit Donnerstag andere Informationen! Da wir im Februar ein O3 bestellt haben und der Liefertermin Dezember wahr liegt das jetzt im März 2019! Mein Verkäufer meinte da es Probleme mit der Umstellung gibt ( G-Tec)
Würden wir das Neue Modell bekommen und neue Technik usw. Abwarten warte ja eh schon seit 2 Jahren das der neue motor offiziell verbaut wird. Kann mich erst wieder am 5.6.2018 mit ihm auseinandersetzen nichts mit 2020!? Kommt der O4 doch schon 2019? Aber sind ja alles Autobild/ADAC Leser usw!

Angabe ohne Gewähr da es ein Telefon Gespräch wahr mußte selber paar mal meine Frau fragen sie haben miteinander telefoniert da ich zurzeit nicht Zuhause wahr.

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dridders
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Beitrag von dridders » 22.05.2018 08:58

Zu behaupten dass die Rostproblematik bei VW durch bewusste Manipulation entstanden ist ist aber schon weit an den Haaren herbeigezogen. Sie ist ganz einfach das Ergebnis eines uebertriebenen Spardrangs gepaart mit suboptimalen Einbaupositionen, und betrifft ja auch nicht VW alleine.

Zum Austragen der Gasanlage: der Wagen hat kein Abgasgutachten fuer den Benzinbetrieb. Das das Benziners kann nur dann herangezogen werden wenn nachgewiesen keinerlei abgasrelevante Unterschiede vorliegen. Das klappt aber nur mit Bescheinigung vom Hersteller... welche es vermutlich nicht geben wird... schon allein weil eben nicht alles identisch ist. Einen Serien-Erdgaser wird man in Deutschland also nur mit recht hohen Kosten zu einem reinen Benziner machen.

Gastra
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Beitrag von Gastra » 22.05.2018 10:44

Das Problem bei den Unterflurtanks ist, dass sie immer Feuchtigkeit und Streusalz ausgesetzt sind. Durch den Gesetzgeber ist das Auftragen eines wirksamen rostschutzes verhindert worden, um eine Kontrolle der Oberflächen zu gewährleisten. Lack alleine hält halt nicht auf die Dauer, ein Konservierungsfett (Mike Sanders, Fluid Film etc.) hätte den Rost wirksam verhindert, aber diese Lösung kommt für die OEM selber leider nicht in Frage. Glücklicherweise scheint der TÜV dies in den meisten Fällen zu tolerieren, zumal durch die Transparenz immer noch eine Sichtkontrolle möglich ist.

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