Warum macht Daimler keine Sprinter mehr mit CNG?

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Gasgeberin
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Beitrag von Gasgeberin » 07.02.2018 09:18

Heute im Handelsblatt.... http://www.handelsblatt.com/unternehmen ... 34384.html Daimler hat sich verzockt.
Sehr schade.
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

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mdlbz
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Beitrag von mdlbz » 07.02.2018 14:02

Da die Entscheidungen pro oder gegen eine Antriebsart bereits bei der Planung eines neuen Modells erfolgen, kann man irgendwie vermuten, dass die Entscheidung die Erdgasvarianten "auszuschalten" bereits vor einigen Jahren gefallen ist, vielleicht sogar vor dem Dieselskandal.

Man hat die nie wachsenden Zahlen der Erdgasfahrzeuge zur Kenntnis genommen und somit war es gelaufen für NGT und NGD. Und viele Grüße zum Thema "Brückentechnologie" was Erdgas betrifft.

Dann hat man alles auf E-Mobility gestellt, aber man merkt, dass diese Entscheidungen eher kürzlich gefallen sind, wenn man bedenkt, dass der eSprinter noch nicht verfügbar ist.

Selbstverständlich mit den besten Grüßen von Iveco, die sicherlich in den HQ in Stuttgart eingetrudelt sind, dem man die Erdgasmobilität im Van-Transportsektor faktisch überlassen hat.

Robert
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Beitrag von Robert » 07.02.2018 19:25

mdlbz hat geschrieben: Man hat die nie wachsenden Zahlen der Erdgasfahrzeuge zur Kenntnis genommen und somit war es gelaufen für NGT und NGD. Und viele Grüße zum Thema "Brückentechnologie" was Erdgas betrifft.
Wenn es "niemand" kauft, dann ist das doch kein Wunder. Das ist doch nicht böse Absicht von Daimler, aber auch eine CNG-Variante muss sich rechnen.

Und jede Wette, wenn der E-Sprinter kommt, dann schreien die Spediteure alle, dass das viel zu teuer ist. Auch da tut sich Daimler nur deshalb so schwer, weil die E-Karre nicht konkurrenzfähig sein wird ... außer es kommen umfassende Fahrverbote. Aber das ist genauso ein Wetten auf die Zukunft und das betrifft alle, nicht nur die Konsumenten, auch die Hersteller.

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 07.02.2018 22:26

Um wieviel Tonnen soll denn der Fahrakku im E-Sprinter die Nutzlast mindern? Na, für Fahrten rund um den Kirchturm wird es reichen.

Wenn ich mir so begucke, mit welcher Überladung das Auto des Klempners meines geringsten Mißtrauens geschunden wird, hab ich den Eindruck, dass ebenjener Klempner mit dem E-Sprinter sicherlich nicht glücklich wird.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

groengas
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Beitrag von groengas » 07.02.2018 22:59

@ Robert:
"Wenn es "niemand" kauft, dann ist das doch kein Wunder."
Aber ohne Werbung und marketing ist es auch Schwierig.

Franzose
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Warum Mercedes keine Erdgasfahrzeuge mehr anbietet...

Beitrag von Franzose » 07.03.2018 19:47

Hallo Leute,
"Warum Mercedes keine Erdgasfahrzeuge mehr anbietet...
Das war irgendwie die ursprüngliche Frage und ich habe zufällig vor ein paar Wochen die Antwort bekommen: Weil es zu wenige Mercedes Werkstätte gibt, die Fachleute haben, um die Wartung anzubieten!
Einige Mercedes Besitzer müssen sehr (zu) weit hinfahren, um das Auto im Bereich Erdgas-Anlage warten zu lassen. Das haben einige nicht akzeptiert und die Verkauf-Zahlen haben gegen NGD gesprochen.
Die OEMs bauen nicht Autos aus Überzeugung sondern um ordentlich Geld zu gewinnen.
Welcher Lambda Auto-Fahrer kennt sich schon ein klein bisschen aus mit Erdgas? Und ich bin davon überzeugt, daß noch weniger davon überhaupt wissen, daß es Mercedes gibt, die mit Erdgas fahren.
Leider ist das Leben manchmal hart.
Grüße.
Es ist besser wenig zu haben als viel zu brauchen.
B 170 NGT 10/2008

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Gasgeberin
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Re: Warum Mercedes keine Erdgasfahrzeuge mehr anbietet...

Beitrag von Gasgeberin » 07.03.2018 19:54

Franzose hat geschrieben:Hallo Leute,
"Warum Mercedes keine Erdgasfahrzeuge mehr anbietet...
Das war irgendwie die ursprüngliche Frage und ich habe zufällig vor ein paar Wochen die Antwort bekommen: Weil es zu wenige Mercedes Werkstätte gibt, die Fachleute haben, um die Wartung anzubieten!
Einige Mercedes Besitzer müssen sehr (zu) weit hinfahren, um das Auto im Bereich Erdgas-Anlage warten zu lassen. Das haben einige nicht akzeptiert und die Verkauf-Zahlen haben gegen NGD gesprochen.
Die OEMs bauen nicht Autos aus Überzeugung sondern um ordentlich Geld zu gewinnen.
Welcher Lambda Auto-Fahrer kennt sich schon ein klein bisschen aus mit Erdgas? Und ich bin davon überzeugt, daß noch weniger davon überhaupt wissen, daß es Mercedes gibt, die mit Erdgas fahren.
Leider ist das Leben manchmal hart.
Grüße.
Die Zulassung zu haben, an Gasfahrzeugen zu schrauben ist extrem viel günstiger, als die an Elektrofahrzeuge zu reparieren. So hatte es mir eine freie Werkstatt erklärt, warum sie sich nicht um die Zulassung für elektrisch bemühen wird.
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

schienenbein
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Re: Warum Mercedes keine Erdgasfahrzeuge mehr anbietet...

Beitrag von schienenbein » 07.03.2018 22:48

Gasgeberin hat geschrieben:
Franzose hat geschrieben:Die Zulassung zu haben, an Gasfahrzeugen zu schrauben ist extrem viel günstiger, als die an Elektrofahrzeuge zu reparieren. So hatte es mir eine freie Werkstatt erklärt, warum sie sich nicht um die Zulassung für elektrisch bemühen wird.
Soweit ich informiert bin, sind Elektroautos, zumindest was den E-Antrieb (=Elektromotor) angeht, so gut wie wartungsfrei. Der Rest (Fahrwerk etc.) dürfte mit den konventionell angetriebenen Autos identisch sein.

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Beitrag von Trelo » 08.03.2018 05:46

Die Elektrofahrzeuge setzen aber Hochvolttechnik ein und die ist nunmal nicht ungefährlich. Hier ist nicht der Motor problematisch, sondern eher der Energiespeicher, Ladeelektronik, Akkukühlung und die Verkabelung.
Unter Umständen ist die Schulung deshalb recht teuer.
Grüße vom Würmsee
Trelo
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bljack
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Beitrag von bljack » 08.03.2018 07:30

Trelo hat geschrieben:Die Elektrofahrzeuge setzen aber Hochvolttechnik ein und die ist nunmal nicht ungefährlich. Hier ist nicht der Motor problematisch, sondern eher der Energiespeicher, Ladeelektronik, Akkukühlung und die Verkabelung.
Unter Umständen ist die Schulung deshalb recht teuer.
Naja, meine eintägige Schulung zur Arbeit an eigensicheren HV-Fahrzeugen hatte als Fazit grob: "Spannungsfrei schalten, Spannungsprüfer prüfen, Spannungsfreiheit prüfen, Spannungsfreiheit nochmal prüfen, keine orangenen Kabel durchkneifen". Das reicht für den normalen Service aus. Für verunfallte Fahrzeuge, die nicht mehr eigensicher sind, braucht es dann noch eine Fachkraft, die die Spannungsfreiheit an diesen herstellen bzw. prüfen kann; oder man verzichtet auf das Aufgabenfeld.
Mit dem ecoup umweltfreundlich unterwegs :-)
Lebensdauer der ersten Flaschen: 3 Jahre (1. HU nach Kauf), 104tkm; Austausch auf Kulanz (100%) bei 105tkm

Seit 06/2017 hin und wieder auch mit einem Leon ST TGI, wenn meine Holde mich lässt :-) :-)

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steheb
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Beitrag von steheb » 26.03.2018 14:43

Über Elektrofahrzeuge zu unterhalten, bei Daimler, ist ja noch wertloser, als über Erdgasfahrzeuge.

Mercedes-Benz baut nämlich zz nicht ein einziges Modell mit reinem E-Antrieb.
Das letzte, der Mercedes Benz B 250 e wurde im 3. Quartal 2017, eingestampft.

Robert
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Beitrag von Robert » 26.03.2018 18:26

Mercedes nicht, Daimler schon ;).

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