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FYI - Erdgas direkt in den Brennraum einspritzen
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supercruise



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BeitragVerfasst am: 14.01.2018 21:37 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

DerRaucher hat Folgendes geschrieben:
Bisher kenne ich nur LNG nur mit Verdampfer. Die Expansion von Flüssig zu Gas ist riesig. Daher glaube ich wird es dabei bleiben es gasförmig zum Motor zu fördern.


Dann kommt die Technik vielleicht bei LNG-LKW.
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Gastra



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Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: 15.01.2018 16:12 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Bassmann hat Folgendes geschrieben:
Hmmm... mein oller 1,3L-Polo mit 40kW hatte imho auch schon ein Verdichtungsverhältnis von 13:1 (Baureihe 86C) Lief wie der Deibel...

MfG Bassmann


nie im Leben! Wenn überhaubt, dann müsste der Umrüster neue Kolben verbaut haben, aber auch da gleub ich nicht dran...
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Gastra



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Beiträge: 444

BeitragVerfasst am: 15.01.2018 16:18 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

supercruise hat Folgendes geschrieben:
Robert hat Folgendes geschrieben:
Gastra hat Folgendes geschrieben:
Na so ein Allheilbringer ist die Direkteinblasung auch nicht.


Sehe ich genauso. Das hat einfach viel weniger Potential als beim Benziner die Direkteinspritzung und auch die würde ich nicht als Revolution bezeichnen.

Echtes Potential ergibt sich vor allem aus monovalenten CNG-Fahrzeugen. Aber dafür ist der Markt einfach nicht reif ... und wird es wohl auch nicht.


Ist das eine Vermutung deinerseits?

Der Nutzen ist sehr wohl dar, sonst hätte man daran gar nicht entwickelt.
17% weniger CO2 und 60% mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich!
http://www.bosch-presse.de/pressportal/de/de/direkteinblasung-fuer-erdgasmotoren-mehr-effizienz-und-fahrspass-43067.html

Es scheitert aktuell an der technischen Umsetzung, das System für einen marktfähigen Preis einzuführen. Laut einem Bericht müssen die Düsen hohen Temperaturen im Brennraum standhalten, aber dennoch fein dosieren. Das erfordet eine sehr präzise Fertigung aus speziellen Legierungen. Und das wird für den Serieneinsatz noch zu teuer sein. Das kann sich aber auch wieder ändern.

Wie sieht das bei LNG aus, wird der Kraftstoff flüssig oder gasförmig in den Brennraum befördert?


60% mehr Drehmoment oder 17% CO2 Einsparung durch Direkteinblasung als Einzelmaßnahme ist nicht möglich. Das ist keine Vermutung von mir sondern sicheres Wissen nach 20 Jahren Motorenentwicklung....

Die Direkteinblasung ermöglicht, anders als beim Benzinmotor, auch keine höhere Klopffestigkeit, der einzige Vorteil liegt in der besseren Füllung (10%). Das ergibt weder einen besseren Wirkungsgrad noch dramatische Drehmomentsteigerungen.

Selbst wenn man Spülen im OT als Feature berücksichtigt welches durch die Direkteinspritzung ermöglicht wird (besser wurde, denn mit Euro 6 wird das wg. NOx fast unmöglich) sind 60% übertrieben.
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Bassmann
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BeitragVerfasst am: 16.01.2018 00:27 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Gastra hat Folgendes geschrieben:
Bassmann hat Folgendes geschrieben:
Hmmm... mein oller 1,3L-Polo mit 40kW hatte imho auch schon ein Verdichtungsverhältnis von 13:1 (Baureihe 86C) Lief wie der Deibel...

MfG Bassmann


nie im Leben! Wenn überhaubt, dann müsste der Umrüster neue Kolben verbaut haben, aber auch da gleub ich nicht dran...


Der 86C wurde nicht umgerüstet. Der hatte einen Pierburg 2E3-Vergaser und wurde nach ca. 150Mm gegen ein Ersatzfahrzeug ausgetauscht. Muss so -gefühlt- ca. 1995 gewesen sein. Aber bestimmt kommt jetzt noch ein Klugschieter und erklärt mir, von wann bis wann VW die Baureihe 86C verkauft hat... Solche Details merke ich mir nicht, dafür gibt es die Klugschieter.

MfG Bassmann
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Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
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bljack
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BeitragVerfasst am: 16.01.2018 09:23 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Also laut http://www.vwpolo-info.de/Technik/Technische-Daten-86c kommen wir bei den 40kW-Varianten auf 9,5:1 Zwinker
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Bassmann
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BeitragVerfasst am: 16.01.2018 23:59 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

bljack hat Folgendes geschrieben:
Also laut http://www.vwpolo-info.de/Technik/Technische-Daten-86c kommen wir bei den 40kW-Varianten auf 9,5:1 Zwinker


Ja, da muss ich wohl zurück rudern. Immerhin: den 55kW Motor mit Kennbuchstabe Gk gab es mit der Verdichtung 11:1. Und das schon ab 10/1982. Mit Vergaser! 35 Jahre alt!
(Angaben gemäß "So wird's gemacht" von H.R.Etzold)

MfG Bassmann
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Sven2
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BeitragVerfasst am: 22.01.2018 19:03 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Gasdirekteinblasung
Hatte heute die aktuelle Lastauto Omnibus in den Händen. Special: Alle Erdgas LKW in Europa.

Besonders interessant war die Volvo Lösung: Ist ein Selbstzünder mit Doppelinjektor. Erst gibts eine Piloteinspritzung mit Diesel und wenn diese bereits gezündet hat, kommt das Gas hinterher. Volvo verspricht, dass sich dieser Motor hinsichtlich Dynamik und Fahrbarkeit nicht vom Diesel-Pendant unterscheiden soll. DPF und AdBlue sind weiterhin erforderlich.

IVECO und Scania leiten ihre Motoren von den Dieseln ab, verwenden Otto-Köpfe und es genügt ein gewöhnlicher 3 Wege KAT zur Abgasnachbehandlung.

MAN und Mercedes bieten seit Euro VI keine Erdgas LKW mehr an.
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Gastra



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BeitragVerfasst am: 22.01.2018 19:13 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

ich bin mir sicher dass der Volvomotor trotzdem weder 60% mehr Drehmoment noch 17% weniger Verbrauch hat als die Konkurenz...
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Sven2
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BeitragVerfasst am: 23.01.2018 17:50 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Genau genommen gab es 2 Leistungsstufen.
Drehmoment Max-Wert war bei beiden identisch mit dem Diesel und lag vernachlässigbare 100 RPM später an. Kennlinie beim kleinen weitestgehend identisch mit dem Diesel Pendant. Beim großen fehlte das dieseltypische Plateau.
Angaben zum Kraftstoffverbrauch oder gar Testwerte gab es nicht. Lediglich ein drastisch geringerer AdBlueverbrauch als beim Diesel wurde versprochen.

Der Doppelinjektor stammt übrigens von Delphi.
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supercruise



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BeitragVerfasst am: 09.02.2018 20:55 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Es gibt zu dem Thema ein Fachbuch. https://www.springerprofessional.de/untersuchungen-zum-potenzial-der-cng-direkteinblasung-zur-redukt/12217688

Wie ich vermutet habe, bei LNG wird Direkteinblasung fokusiert.

Zitat:
Bahngebrochen hat sich in Nordamerika auch LNG, weswegen gerade dort die Entwicklungsmaschine auf Hochtouren läuft. Sie hat einen besonderen Motor hervor­gebracht, der wie Dual-Fuel-Aggregate Diesel-typische Leistung möglich machen soll. Herzstück der sogenannten HPDI-Motoren ist ­eine Hochdruck-Direkteinblasung für das Gas. Auf den Weg ­gebracht hat diese Technologie das kanadische Unternehmen Westport.

HPDI: Einspritzung mit 200 bis 300 bar
Bei HPDI wird durch einen Hochdruckakkumulator das dann gasförmige LNG mit 200 bis 300 bar in den Brennraum geblasen (bei CNG sind es zwischen 10 und 18 bar) inklusive einer Diesel-Injekton. Das geschieht über eine kombinierte konzentrische Einspritzdüse.

Der hohe Druck lässt sich laut Westport nur mit verflüssigtem Erdgas erreichen, ein CNG-Betrieb kommt nicht in Frage. Der flüssige Kraftstoff verdampft durch den hohen Druck. Das macht LNG hochkompressibel, es erhitzt sich stark. Zündung und Verbrennung laufen nach dem Dieselprinzip ab.
https://www.eurotransport.de/news/alternative-antriebe-konkurrenz-fuer-den-diesel-6625527.html

http://www.westport.com/old-pages/combustion/hpdi/integration


Zuletzt bearbeitet von supercruise am 09.02.2018 21:05, insgesamt 2-mal bearbeitet
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supercruise



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BeitragVerfasst am: 08.05.2018 16:55 Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden User zur Ignore Liste hinzufügen

Müsste es nicht Direkteinblasung heißen?

Zitat:
Ford meldet sich mit Gas-Direkteinspritzung zurück
Mit dem neuen MTDI-Motor präsentieren auch die Kölner in Wien echten Ford-Schritt in Richtung CNG-Antrieb. Durch Hier gelingt de Verbindung von hohem Drehmoment, niedriger Umdrehungszahl und exzellenter Dynamik durch die Gasdirekteinspritzung. MDTI steht für Methane Turbo Direct Injection, wobei der Kraftstoff CNG wie üblich aus fossilem Erdgas oder den regenerativen Varianten Bio-Methan oder synthetisches Methan aus „Power-to-Gas“ bestehen kann, was die gute Umweltbilanz nochmals deutlich verbessert. Basis für die umweltschonende Triebwerk-Alternative mit 150 PS (110 kW) ist der neue 1,0-l-GTDI Ecoboost-Dreizylindermotor. Erste Versuche mit einem 7-Sitzer-Van zeugen laut Dipl.-Ing. Carsten Weber, Leiter Powertrain Research & Advanced Engineering bei Ford Europa, von der hervorragenden Effizienz auch dieses Konzepts: So betrugen die CO2-Emssionen je nach Fahr-/Messzyklus zwischen 93 g/km (NEFZ) und 120 g/km im schärferen neuen WLTP-Verfahren.


http://www.gibgas.de/Aktuelles/Nachrichten/Neue-Power%2C-neue-Player---CNG-auf-dem-39.-Wiener-Motorensymposium?id=744
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