Erdgastank rostig? - Ansprechpartner für Kulanz

Der Marktführer der Erdgasfahrzeuge findet hier seinen Platz mit den Serienmodellen Zafira, Astra u. Combo.

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Günnie
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Beitrag von Günnie » 04.01.2018 11:51

Euch allen ein frohes neues Jahr!

Ein Kulanzantrag über einen Opel-Händler für die rostigen Flaschen meines Erdgas Turbo Zafira Bj. 2009 mit rund 200000km wurde seitens Opel wegen hoher Kilometerleistung zu 100% abgelehnt. Die freudige Nachricht erhielt ich am 19.12.. Das Fzg hatte eine vorgezogene GAP nicht mehr bestanden. TÜV hat er noch bis Mai 2018.

Am 21.12 habe ich mich schriftlich, in höflicher/persönlicher Form, an die genannte E-Mail Adresse von OSV gewandet.

Bisher habe ich weder ein Eingangsbestätigung noch eine Antwort erhalten.

Gibt es Erfahrungswerte wie lange man hier warten muss?

Danke und Gruß Günnie

ComboDave
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Beitrag von ComboDave » 05.01.2018 12:53

Die Antwort kam dann doch schneller als erwartet, dafür hat Opel jetzt insgesamt nur 3 Tage gebraucht. Allerdings dürfte das Verfassen der Antwort auch weniger als 5 Minuten in Anspruch genommen haben. Entsprechend negativ fällt die Antwort aus: Abgelehnt!

Sehr entäuschend, da wurde nicht viel übeprüft und auch nicht auf meine Argumentationspunkte eingegangen:
* FOH wollte kostenpflichtig Flaschen ausbauen für den Kulanzantrag
* Fahrzeug war immer bei Opel und der Rost hätter so früher endeckt werden müssen
* Aussage des Pressesprechers
* und noch einige Punkte mehr

Opel antwortet sehr pauschal, dass sie auf die Gastanks "10 Jahre" Garantie geben und daher keine Möglichkeit für Kulanz sehen (das könntest du ggf. nochmal aufführen Günnie!). Zudem der Vermerk, dass es bei meinem Verweis auf andere Fälle bei denen Kulanz gewährt wurde nicht um offizielle Opel-Foren handelt (gibt es die denn?) und Opel zu Aussagen Dritter grundsätzlich keine Stellung nehmen könne. Warum der FOH dann aber die Gastanks ausbauen wollte, um Fotos zu machen, darauf wird nicht eingegangen. Auch die Service-Hotline erwähnte die 10-Jahres Grenzen mir gegenüber nicht, sondern eröffnete einen Fall.

Nunja, ich werde jetzt nochmal höfflich eine Stellungsnahme zu den offnen Punkten fordern. So leicht werden die mich nicht los.
Habt Ihr noch Ideen und Anregung, was mit rein könnte?

Ach ja und zur Info, geschickt habe ich die Mail an di OSV-Adresse, die Antwort kam von: kundenservice.de@opel.com

Timmiboy
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Rost

Beitrag von Timmiboy » 08.01.2018 13:10

Servus,

nach meinen Erfahrungen zu dem Thema kann ich nur empfehlen, hartnäckig zu bleiben.
Wenn alle Inspektionen bei Opel durchgeführt wurden, wird die Rostkontrolle bestätigt.
Darauf würde ich den FOH & Opel hinweisen.
Wenn die Kulanz wg. der Laufleistung abgelehnt wird, bleibt der Hinweis, dass Rost nichts mit der Laufleistung zu tun hat.
Schließlich gibt es Opel-Fahrzeuge, die in zwei Jahren 200000 Km laufen.

Für mich bleibt die Erkenntnis, dass bei Opel keine Direktive zum Flaschentausch besteht, der Eine bekommt Kulanz, der Andere nicht.
Somit hat sich das Thema Opel Neuwagen für mich erledigt.
Ich fahre meinen Zafira, bis er die Biege macht und fahre dann lächelnd zum Schrotti.

Timmiboy

ComboDave
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Beitrag von ComboDave » 12.01.2018 11:51

So das war auch definitiv mein letzter Opel. Nachdem ich Opel höfflich aufgefordert hatte die offen gebliebenen Fragen zu beantworten, bekam ich wiederholt eine unzureichende Antwort.
Es wurde dargelegt, dass der Ausbau der Gastank ggf. erforderlich sei, um einen Kulanzantrag stellen zu können. Warum dies jedoch erforderlich ist, wenn aufgrund des Alters des Fahrzeugs ein Kulanzantrag gar nicht mehr gestellt werden kann und wir somit sinnlos 300-400 € investiert hätten, das beantwortete Opel nicht.
Auf die Frage nach der Grundlage der mir mitgeteilten 10-Jahres-Frist, bekam ich die Antwort. Das Opel damals die Betriebszeit der Gastanks auf 10 Jahre festgelegt hätte.
Auf sämtliche anderen Fragen wurde nicht eingegangen.

Ich forderte Opel erneut auf mir noch die ausstehenden Fragen zu beantworten und wies darauf hin, dass die Betriebsdauer unserer Gastanks auf 20 Jahre festgelegt wurde. Ich verwies dabei auf den Eintrag im Serviceheft und sendete diesen im Anhang mit.

Auf diese E-Mail bekam ich nun sehr schnell die Antwort, dass Opel den eigenen Standpunkt bereits ausführlich erläutert habe und Opel in Zukunft von weiteren Stellungsnahmen zum gleichen Sachverhalt absieht.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 12.01.2018 13:38

Eigentlich ein Fall fürs KBA. Von denen wird zwar die Problematik rostender Gastanks bei Opel kleingehalten, aber dokumentieren sollte man es trotzdem.

Ich denke bei VW haben nicht nur die Tankunfälle in D, aber auch der Druck der Betroffenen und der Presse dazu geführt, dass hier auf einmal äußerst kulant gehandelt wurde.

Falls bei einem Opel mal was ähnliches passiert wie in Wolfratshausen oder Duderstadt, kann sich die Behörde nicht rausreden, von wegen Einzelfall. Je mehr dokumentierte Fälle es gibt, umso mehr Handlungsdruck baut sich auf.
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ComboDave
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Beitrag von ComboDave » 14.01.2018 22:54

Vielen Dank für die Angregung. Hatte auch schon darüber nachgedacht, ob ich mich noch beim KBA und Verbraucherschutz melden soll.
Wenn es aktuell Intresse auf Seiten der Presse gäbe wäre natürlich auch nicht schlecht.

Dem KBA werde ich meinen Fall definitiv mitteilen, samt Fotos und Schilderung der unvollständigen Stellungsnahme und den Falschangaben über die festgesetzte Betriebsdauer der Gastanks.
Erhoffen tu ich mir da nichts aber ich schließ mich da deiner Argumentation an, jeder dokumentierte Fall zählt.

Ich freue mich natürlich falls jemand noch eine alternative Adresse von Opel kennt, die eventuell in der Lage ist meine berechtigten Fragen zu beantworten.

Timmiboy
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Beitrag von Timmiboy » 16.01.2018 20:20

Jupp, das ist eine gute Idee. Also den Gasflaschentausch, ob mit Kulanz oder nicht, an das KBA melden. Dafür gibbet sogar eine E-Mail-Adresse:

marktueberwachung@kba.de

Wenn da in kurzer Zeit 500 Meldungen aufschlagen, wird doch mal Jemand vom KBA bei Opel anrufen. Wenn, was ich nicht hoffe, eine Opel-Gasflasche beim Tanken platzt, haben die Opelaner Feuer auf dem Dach.

Ich habe zwar meine Kulanz mit einigem Aufwand erhalten, finde das Verhalten von Opel aber zum Kotzen.
Ohne Power, Ewig Letzter!

Gruß Timmi

wuffman05
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Erdgastanks rostig

Beitrag von wuffman05 » 01.02.2018 16:06

Opel Combo, Erstzulassung nov 2007, 135000 km.
Der FOH in Kempten (Tanks tauschen, 4700 Euro) stellte den Kulanzantrag. Keinerlei Entgegenkommen von Opel. Ich habe das an die marktueberwachung@kba.de geschickt.

ComboDave
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Beitrag von ComboDave » 02.03.2018 13:46

Hier mal update von mir:

Nachdem mich Opel hängen gelassen hat, wollte ich die Tanks eigentlich aufbereiten lassen und war schon in der Terminabsprache. Dabei kam dann noch der Hinweis, dass es auch darauf ankäme wie gut die Prägung/Beschriftung der Tanks noch lesbar wäre nach dem Abstrahlen. Das hat mich dann ziemlich abgeschreckt, weil der Rost ging bei mir schön fett genau über die Stanzungen. Daraufhin bin ich dann kurz entschlossen nach Südtirol, um die Flaschen dort günstig wechseln zu lassen.
Soweit so gut, nur haben die getauschten Tanks so krasse Lackschäden, dass sie ebenfalls kein TÜV bekommen :evil:
Das mal nur als Hinweis und Warnung für alle die mit den selben Problemen zu kämpfen haben. Anbei paar Fotos von den eingewechselten Tanks, die aus einer ital. Revision kommen sollen!
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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 02.03.2018 23:12

@Combo-Dave: Stell doch die Fotos bitte bei picr.de ein und verlinke sie hier. Dann kann man auch was erkennen.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

ComboDave
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Beitrag von ComboDave » 03.03.2018 09:58

Danke für den Tipp. Hier nochmal die Pics:

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Beitrag von Bassmann » 03.03.2018 12:18

Oops. Die Dinger sehen ja grauslich aus. In Italien werden die Bomboles imho immer noch alle 4 Jahre gewechselt und sodann abgedrückt. Da mag sowas durchgehen. Ein klein wenig beschleicht mich aber auch der Verdacht, dass man in dem Betrieb in Südtirol gedacht hat: Der Kunde kommt eh nicht wieder, da können wir die schäbigsten Buddeln verbasteln, das gibt eh keine Reklamation.

Sind die Dinger denn wenigstens nach ECE-R110 zertifiziert? Das müsste in Ventilnähe eingeprägt sein. Die Nutzungsdauer auch. Ansonsten: Ausbauen, sandstrahlen, lackieren, nochmal abdrücken.

MfG Bassmann
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Beitrag von ComboDave » 03.03.2018 22:16

Uff... ich bin einfach davon ausgegangen, dass die Dinger ECE-R110 zertifiert sind aber ich bin auch von einem "besseren" Zustand ausgegangen. Dann werde ich mich morgen mal unter die Karre zwängen und gucken ob ich die Stempelung erspähen kann.

Kann ich die Flaschen den auch ohne ECE-R110 neu lackieren und prüfen lassen?

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Beitrag von Bassmann » 04.03.2018 00:13

Ohne ECE-R110 gehören die Dinger entweder auf den Müll oder nach Italien. Die Seriennummer müsste eh in die Papiere eingetragen werden.

Sorry.

MfG Bassmann
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Beitrag von ComboDave » 05.03.2018 21:57

So Schock überwunden. Teilweise echt schwer ranzukommen aber ich ich konnte auf jeder Pulle die ECE-R110 Kennung finden. Also nächsten Schritte: ausbauen, strahlen, lackieren, prüfen, einbauen. Dann lass ich die Flaschen vom TÜV in die Fahrzeugpapiere eintragen und dann endlich HU?

Oder habe ich irgendwas vergessen?

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