Pro Erdgas Artikel in Süddeutscher Zeitung

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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steheb
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Pro Erdgas Artikel in Süddeutscher Zeitung

Beitrag von steheb » 07.12.2017 11:08

Ausführlich und anschaulich mit Fotos belegt. Liest sich gut:

http://www.sueddeutsche.de/auto/marktue ... -1.3780138

DerShaker
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Beitrag von DerShaker » 07.12.2017 11:29

Interessanter Beitrag - ich komme immer mehr ins Staunen.

Bandenwerbung
Auto-Bild-Berichte fast in Serie
hier ein Pro-CNG-Artikel in der Süddeutschen....

einziger kleiner Kritikpunkt am verlinkten Artikel:
Der Autor sieht es als Nachteil, wenn der Astra statt 15kg die 19kg in die Tanks kriegt und damit die Gesamtreichweite wegen kleinerem Benzintank niedriger ist.

Das mag für einige ein wichtiges Thema sein, ich unterstelle der größeren Masse, dass die den Aufpreis für CNG zahlen um mit CNG zu fahren.
Da machen die 50l in meinem Octavia für mich keinen Sinn.

Der Bi-valente Antrieb an sich ist aber ein starkes Pro-Argument.
Keine REichweitenangst und liegenbleiben wie beim E-Auto.
CNG-Reichweite kann bei Bedarf zu 100% genutzt werden.
Ein 300km E-Auto wird nach spät. 200 - 220 km ein Zitterthema und keiner wird die letzten 20 oder 30 km ohne Bedenken rausholen.
Parallel sind die genannten Ladezeiten immer nur für 80%-Ladungen - was dann ja wieder je nach Akku 20, 30, oder auch 60km Reichweite sind, die gar nicht existiert.
Außer man wartet weitere 20 Minuten an der Säule...

Das fehlt mir häufig an solchen Berichten, so auch hier.

Shaker
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Golf_TGI
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Beitrag von Golf_TGI » 10.12.2017 12:41

DerShaker hat geschrieben: einziger kleiner Kritikpunkt am verlinkten Artikel:
Der Autor sieht es als Nachteil, wenn der Astra statt 15kg die 19kg in die Tanks kriegt und damit die Gesamtreichweite wegen kleinerem Benzintank niedriger ist.

Das mag für einige ein wichtiges Thema sein, ich unterstelle der größeren Masse, dass die den Aufpreis für CNG zahlen um mit CNG zu fahren.
Da machen die 50l in meinem Octavia für mich keinen Sinn.

Der Bi-valente Antrieb an sich ist aber ein starkes Pro-Argument.
Keine REichweitenangst und liegenbleiben wie beim E-Auto.
CNG-Reichweite kann bei Bedarf zu 100% genutzt werden.
Ein 300km E-Auto wird nach spät. 200 - 220 km ein Zitterthema und keiner wird die letzten 20 oder 30 km ohne Bedenken rausholen.
[...]
Für uns waren die 50l Benzin im Golf VII sehr hilfreich.
Argument 1: Falls die Erdgastankstelle hier bzw. auf dem Weg zur Arbeit zumacht, kann man mit Benzin weiterfahren.
Argument 2: Falls man den Wagen mal verkaufen muss, kann er ggf. wie ein "normaler" Benziner verkauft werden (weniger Kofferraum, schon klar) falls das mit Erdgas dann nicht mehr in ist / die Steuerreduktion nicht mehr gilt / etc.

D.h. der 50l Tank war die Absicherung, falls Erdgas doch das falsche Pferd war.

Ciao

venator
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Beitrag von venator » 10.12.2017 13:09

Mit Kollegen bin ich ab und zu ja auch am diskutieren wegen Erdgasautos.
Die "unerfahren Erdgaspiloten" finden ein 50 Liter Benzintank eigentlich richtig gut.
Es reduziert die Gasabhängigkeit enorm. Urlaub im CNG Nirvana usw.
Für neue Kunden also eher ein Argument pro.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 12.12.2017 12:12

venator hat geschrieben:Die "unerfahren Erdgaspiloten" finden ein 50 Liter Benzintank eigentlich richtig gut.
Wir sind mittlerweile über 250tkm mit Gas unterwegs und finden den 50l Tank im Golf top, den 12l Tank im Touran viel zu klein. Ich lasse mit mir diskutieren ob 40 oder 30l ausreichen, alles drunter ist aus meiner Sicht nicht (mehr) praktikabel.

Wenn die Gasanlage am Golf aussteigt, wird sie abgklemmt und das Auto fährt noch 100tkm als Benziner weiter. Ich kann die Argumente von Golf_TGI total nachvollziehen.
Golf IV BiFuel '06
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MK
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Beitrag von MK » 12.12.2017 12:29

Ich fand meinen 50l Tank klasse, als die Aral-Mafia uns Golf-Fahrer nach dem Duderstadt Ground Zero boykottiert hat.

Und für Standzeitende der Gasanlage ist bei uns ebenfalls das 2'nd Life als Benziner vorgesehen.
Ciao
Martin
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DerRaucher
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Beitrag von DerRaucher » 12.12.2017 12:40

So unterschiedlich sind die Meinungen. Der Polo und Golf und Co. wurden hier teilweise in der Luft zerissen wegen dem grossen Benzintank. Die Hardcore Fahrer würden am liebsten überhaupt keinen Benzintank mehr haben, der Normalo wäre mit 25L zufrieden und Neulinge begrüßen die 50L.

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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 12.12.2017 13:28

"Gebrannte Kinder" scheuen das Feuer. Wer einmal oder mehrmals kein Gas tanken/verfahren konnte, misst einem vollwertigen Benzintank eine höhere Bedeutung zu, als jemand, der fast ausschleisslich auf Erdgas fährt.

Bei defekten der Gasanlage, die wirtschaftlich nicht zu reparieren sind (Flaschenrost, defekte GDRs, defekte Tankventile, abgelaufene Flaschen...) kann ich mit einem ordentlichen Benzintank weiterfahren. Wenn ich nur so ein 12l Fässchen drin hab, kann ich das Auto verschrotten.

Wer kann schon 10 Jahre vorausschauen? Gerade jetzt in der Zeit des Wandels würde ich mir möglichst viele Optionen offen halten z.B. PHEV + CNG ;-) um nicht irgendwann ohne Tankstelle dazustehen. Wenn VW/Audi/SEAT/Skoda mit CNG nun grandios scheitern sollten, was meint Ihr wie lange es noch >900 CNG Tankstellen und ausreichend geschultes Werkstattpesonal gibt.

Ich möchte niemandem vom Neukauf abhalten, mir aber wäre die Ungewissheit bei einem fast monovalenten Fahrzeug zu groß.
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DerBjoern
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Beitrag von DerBjoern » 12.12.2017 13:58

Ich war die letzten 110TKm mit dem 10L Tank meines Seats absolut zufrieden.
Wenn ich meine Fahrzeuge nach allen seltenen Gesichtspunkten die evtl. irgendwann mal auftreten könnten kaufen würde Hättei ich zum Pendeln keinen Seat Mii CNG gekauft sondern einen Reisebus mit der Option durch umklappen der Sitze daraus einen LKW zu machen.

Kauft die Autos nachdem was ihr braucht und nicht was ihr glaubt was man alles mal evtl. brauchen zu können.
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Ehrentraut
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Benzintank-Größe

Beitrag von Ehrentraut » 12.12.2017 14:26

Hallo zusammen,

ich fahre ja nun schon das dritte umgerüstete Erdgasfahrzeug,
und immer war natürlich die volle Benzingröße vorhanden.
Diese habe ich aber meist nur mit dem notwendigsten Benzinvorrat befüllt,
sozusagen als Notreserve, falls die EGT wider Erwarten ausgefallen war.
Das kam seltener vor, als man denkt.
Das vergleiche ich etwas mit dem Reserverad, welches ein Dasein im Verborgenen fristet, und beim Verschrotten des Autos meist noch volles Profil hat...
Als EG-Fahrer verfahre ich primär Erdgas, und möchte gar nicht die teure Luxus-Brühe verbrauchen, dafür habe ich das Fahrzeug ja auch nicht gekauft.
Wünsche mir daher ein Fahrzeug mit möglichst viel CNG und ausreichend (ca 15 Liter) Benzin, hier ist der Opel Astra ein gutes Zielobjekt für den Nachfolger meines Fords... und... früher gab es einen Reservekanister mit Benzin,
wenn die Tanke zu war, oder defekt...
Und wenn es dann doch einmal in den Urlaub in CNG-freie Gegenden geht,
wird der Diesel Sharan bemüht.

Wesentlich heikler finde ich die Situation beim reinen E-Antrieb,
hier würde ich ohne Range-Extender gar nicht erst losfahren wollen,
das ist ja in den meisten Fällen nun wirklich Monovalent.

Gruß
Peter

venator
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Beitrag von venator » 12.12.2017 18:14

@ derBjoern natürlich kaufst du das Auto für deine spezielle Situation. Haben wir mit unseren drei Kleinen 2x MII und ein Up mit CNG ja auch getan, und kommen in Deutschland mit dem 10 Liter Benzintank gut zurecht. (schon über 300.000km) Unser neuer Leon hat aber auch die Aufgabe für Fahrten in Europa und soll uns noch einige Jahre ertragen. Für uns hätte hier sicherlich auch ein 20 Liter Tank gereicht, nur,hätte das denn den Gastank vergrößert? Wahrscheinlich nicht, der Wagen währe höchstwahrscheinlich sogar teurer geworden. Entwicklung kleine Serienproduktion usw nur für den kleinen Tank.
Da nehme ich doch lieber den Serientank mit den Vorteilen die schon genannt wurden.
Die Gastankgröße kann man vielleicht auch ohne Änderungen des Benzintanks optimieren. 20+x kg hätten mir da auch besser gefallen.

Venator

Robert
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Beitrag von Robert » 12.12.2017 18:37

venator hat geschrieben: Die Gastankgröße kann man vielleicht auch ohne Änderungen des Benzintanks optimieren.
Manchmal wird es so sein, manchmal anders herum.

An der Frage ob 15kg+50l oder 19kg+13l besser ist, daran scheiden sich offensichtlich die Geister.
Bevor ich einen Erdgaser hatte, hätte ich die 15kg+50l genommen, heute nach entsprechender Erfahrung würde ich definitiv den größeren Erdgastank bevorzugen.

Was beim Opel aus meiner Sicht aber gar nicht geht, ist das Kofferraumvolumen auf VW Up Niveau. So ein Astra ist kein Zweitwagen wie der Up.

DerShaker
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Beitrag von DerShaker » 12.12.2017 19:27

Hallo,
hätte nicht gedacht, dass doch mehrere am großen Benzintank hängen.

Ich verstehe die Argumente, teile sie in meinem konkreten Fall aber nicht.
Es haben ja schon mehrere geschrieben - wenn Aufpreis CNG dann um CNG zu fahren.

Themen wie
"ARAL legt die Zapfsäulen still"
"Gasanlage/Flaschen im Eimer -> Benziner"
sind für mich eher Anhaltspunkte, um generell auf ein CNG-Fahrzeug zu verzichten.
Ich kaufe auch ein Auto, bei dem mir die Farbe gefällt und nicht dem potientiellen Käufer meines Autos nach zig Jahren.

Soweit ich da aber informiert bin, kommt ja beim Golf und Co. die 3. Flasche und kleinem Tank. Meinen Segen hat VW ;-)

Shaker
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Beitrag von venator » 12.12.2017 19:33

Dann schau dir mal beim Opel die Anhängelast an. Wenn du einen Hänger bewegen willst, brauchst du ein anderes Auto.

supercruise
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Beitrag von supercruise » 13.12.2017 12:50

Gulbenkian hat geschrieben:
venator hat geschrieben:Die "unerfahren Erdgaspiloten" finden ein 50 Liter Benzintank eigentlich richtig gut.
Wir sind mittlerweile über 250tkm mit Gas unterwegs und finden den 50l Tank im Golf top, den 12l Tank im Touran viel zu klein. Ich lasse mit mir diskutieren ob 40 oder 30l ausreichen, alles drunter ist aus meiner Sicht nicht (mehr) praktikabel.

Wenn die Gasanlage am Golf aussteigt, wird sie abgklemmt und das Auto fährt noch 100tkm als Benziner weiter. Ich kann die Argumente von Golf_TGI total nachvollziehen.

Der Passat Ecofuel hatte einen 21kg CNG-Tank, gepaart mit einen 30l Benzintank. Dieses Verhältnis finde ich am idealsten. Und manchmal gehen über 4kg CNG mehr rein.

Dafür könnte der Motor noch sparsamer sein. Schade. dass man so spät angefangen hat die Otto-Motoren auf sparsam zu trimmen, dem Diesel wurde jahrzehntelang zu viel Priorität gewidmet. Interessant ist, dass ich die Werksangabe auf CNG laut Bordcomputer (mit L-Gas!) unterbieten kann, während ich den Benzin-Normverbrauch selbst mit Schleichfahrt fast nie erreiche.

Da kann man sich die Benzin-Direkteinspritzung (Feinstaub!) auch sparen und in das Saugrohr einspritzen und dafür das CNG in den Brennraum direkt einblasen. Dies wäre besser für den Geldbeutel, die Reichweite und die Umwelt.

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