Umweltbundesamt fordert Abschaffung d Privilegien für Diesel

Hier könnt Ihr euch über all das auslassen, was nicht unbedingt zum Thema Erdgasfahrzeuge passt.

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Bassmann
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Umweltbundesamt fordert Abschaffung d Privilegien für Diesel

Beitrag von Bassmann » 12.08.2017 17:18

Hallo!

Das Umweltbundesamt fordert dringend, die Steuerprivilegien für Diesel auf den Prüfstand zu stellen.

Hier ist die Meldung der Automobilwoche.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Gasgeberin
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Beitrag von Gasgeberin » 17.08.2017 17:11

Und das trauen sie sich vor den Wahlen.... ich dachte, sie machen das heimlich, still und leise danach.
Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Menschen zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Menschen die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.

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Sven2
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Beitrag von Sven2 » 17.08.2017 17:29

Mutti hat schon dementieren lassen:
Die Bundesregierung hält dagegen an der Begünstigung von Diesel-Kraftstoff bei der Mineralölsteuer fest.
"Es gibt keine Pläne, da eine Änderung herbeizuführen", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums.

Nachzulesen hier: http://www.automobilwoche.de/article/20 ... ger-ansatz

PS: Erinnert sich noch jemand an das MwSt.-Versprechen zur Wahl 2005?
Wiederholungstäter: früher Touran TSI_EF, jetzt B200 NGD
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supercruise
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Beitrag von supercruise » 27.10.2017 18:21

Ich hatte es in einen anderen Thread schon gepostet, der Bundesrechnungshof spricht sich für eine höhere Besteuerung auf Dieselkraftstoff aus.

https://www.merkur.de/wirtschaft/kfz-st ... 10113.html

Außerdem wurde München erneut ein Zwangsgeld von 4.000€ auferlegt, weil die Stickoxid-Grenzwerte überschritten werden und dagegen nichts unternommen wird.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/stre ... 75133.html

Die 4.000€ sind doch absurd, viel zu wenig. Ich würde da ein paar Nullen anhängen, 400 Millionen € Strafe würden mehr Wirkung erzielen. :)

Robert
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Beitrag von Robert » 27.10.2017 20:14

Gleicht man die Steuern an (Steuern ist ein Plural), dann kommt übrigens nicht viel bei rum.
Gleicht man die Steuern auch für Erdgas an, ist Erdgas unmittelbar Tod!
Benzin und Diesel finanzieren unsere Straßen, Schulen, Krankenkassen und Altersheime.
Brechen diese Steuereinnahmen weg, weil das massiv steuerbegünstigte Erdgas nichts mehr einbringt und gleichzeitig die Lebenserwartung entsprchend hoch schraubt (nein, ich glaube nicht daran, aber das ist die Argumentation von supercruise, dann haben wir als Gesellschaft ein echtes finanzielles Problem.

supercruise
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Beitrag von supercruise » 27.10.2017 23:37

Falls Dieselkraftstoff höher besteuert wird, würde CNG selbst höher besteuert günstiger sein, da mehr Energiegehalt.

Günstiger als Benzin ist CNG ohnehin. Bis 2026 werden CNG-Motoren sehr wahrscheinlich sparsamer, da neue Technik einkehrt. So würde der Preisanstieg abgefedert werden.

Bis dahin sind schon längst Fahrverbote für Dieselfahrzeuge erlassen, dann stellt sich die Frage nicht mehr, ob CNG und Diesel. Und LPG wird in jeden Fall teurer.

Ich könnte mir sogar vorsdtellen, dass CNG auch über 2026 hinaus geringer besteuert wird, weil man mit der E-Mobilität nicht schnell genug voran kommt und der Arbeitsplatzverlust vieler Menschen droht. CNG hält nun mal den Verbrennungsmotor am Leben, das wird man aber erst spät merken.

Robert K. G.
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Beitrag von Robert K. G. » 28.10.2017 12:38

Würde man die Energiesteuer auf Diesel auf das Niveau von Benzin erhöhen, müsste man aber im Gegenzug die KFZ-Steuer (PKW) auf Dieselfahrzeuge hat das Niveau von Benzinfahrzeugen senken. (Das ist nämlich das Argument fü die höhere KFZ Steuer auf Diesel PKW). Letztendlich hätte man dann zwar einen ähnlichen Effekt wie in der Schweiz, dass Benziner für Privatleute interessanter werden, aber auch die Diesel LKW aufgrund der höheren Dieselpreise einfach durch Deutschland ohne tanken durchfahren und im Ausland tanken. Dem deutschen Staat würden unter dem Strich Steuergelder entgehen, ohne dass ein brauchbarer Lenkungseffekt im Sinne des Naturschutzes Eintritt. Man verschiebt einfach nur etwas die Verhältnisse im PKW Bereich. Weder CNG, LPG (was soll eigentlich dauernd so schlecht daran sein? Als Nachrüstung sind diese Anlagen nicht so schlecht...) und Elektroautos werden dadurch gefördert.

Gruß
Robert

einherzfuerCNG
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Beitrag von einherzfuerCNG » 29.10.2017 11:53

supercruise hat geschrieben: ... LPG wird in jeden Fall teurer.

...

Auf welche Fakten stützt sich diese Behauptung?

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 29.10.2017 13:49

Die Steuerbegünstigung für LPG läuft früher aus als die für CNG. Bei LPG kommen dann ca. 10Ct/L dazu.

MfG Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
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(jeweils incl. Luxusbrühe)
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einherzfuerCNG
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Beitrag von einherzfuerCNG » 29.10.2017 18:30

Bassmann hat geschrieben:Die Steuerbegünstigung für LPG läuft früher aus als die für CNG. Bei LPG kommen dann ca. 10Ct/L dazu.

MfG Bassmann
Danke ... DAS war gemeint. Soweit in die Zukunft dachte ich nicht ;)

supercruise
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Beitrag von supercruise » 17.11.2017 19:40

Es gibt Neues aus Jamaika.
Grüne: Kompromiss bei Diesel-Steuer

Die Grünen haben in den stockenden Jamaika-Sondierungen Union und FDP ein Kompromissangebot beim Streitthema Verkehr gemacht. Darin fehlt unter anderem die von der Ökopartei bisher geforderte höhere Besteuerung von Diesel. Von einem festen Datum für ein Verbot der Neuzulassung von fossilen Verbrennungsmotoren haben sich die Grünen in den Jamaika-Sondierungen schon verabschiedet. Stattdessen heißt es in dem Textvorschlag nur noch: „Wir setzen uns als Ziel in den nächsten zwei Dekaden den Zeitpunkt zu erreichen, ab dem ausschließlich emissionsfreie Neuwagen auf den Markt kommen.“
https://www.welt.de/politik/deutschland ... rkehr.html

Das ist doch an Widersprüchen nicht zu überbieten. Heisst also doch eine ausschließliche Fokusierung auf Elektro? Ein Verbrennungsmotor kann nicht emissionsfrei sein, höchstens emissionsarm (mit CNG/LNG). Aber dafür hat man mit synthetischen Methan die Möglichkeit, CO2 mäßig dem E-Auto ebenbürdig zu sein. Bezieht man die Entstehung der Akkus mit ein, ist man diesbezüglich sogar besser gestellt als mit Elektroautos.

Robert
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Beitrag von Robert » 17.11.2017 21:43

supercruise hat geschrieben: Ein Verbrennungsmotor kann nicht emissionsfrei sein, höchstens emissionsarm (mit CNG/LNG).
Stimmt, nur ist der größte Fehler, dass das E-Auto als emissionsfrei betrachtet wird.

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 17.11.2017 23:50

@Robert:
+1 !

Mfg Bassmann
13 Zylinder, 4,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 2 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
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Beitrag von supercruise » 23.11.2017 22:05

Der Bundesrechnungshof erneuert seine Forderung, Dieselkraftstoff höher zu besteuern.

http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 21312.html

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Beitrag von einherzfuerCNG » 25.11.2017 11:38

Wir sollten uns darüber bestenfalls leise freuen. Spätestens wenn CNG mal etwas mehr Marktanteil hat, sehen sich die Politiker sicher genötigt, auch uns steuerlich etwas weniger entgegenzukommen ...

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