B200NGD im Alltag

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Sven2
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Bremsbelag VA

Beitrag von Sven2 » 07.09.2018 18:03

Nachdem die WS schon letzten Dezember dringenden Handlungsbedarf sah, habe ich mich heute dann doch mal aufgerafft, die Bremsbeläge vorn zu wechseln. Die Verschleißanzeige schlug zwar immer noch nicht an, aber bevor das bei Sch*wetter passiert, schraube ich lieber im Warmen am trockenen Auto.
Mercedes bekommt von mir eine 1 für die Auswahl einer wartungsgrecht konstruierten Bremse.
Der Wechsel ist kinderleicht; Ein Mechaniker mit Hebebühne braucht vermutlich 20 Minuten. (Bei mir hats 1 h gedauert.)
So gehts:
  • Rad ab
  • 2 Schrauben M8 lösen - Ratsche mit 13er Nuss; gegenhalten mit Maulschlüssel SW 17
  • Faustsattel abnehmen
  • Bremsbeläge raus
  • Führungsbolzen raus, neu schmieren (Hochtemperaturfett oder Kupferpaste) und wieder rein. Die Faltenbälge lassen sich leicht auf den Bremsträger wider aufschieben.
  • Belagführungen reinigen (Drahtbürste und/oder Bremsenreiniger)
  • neue Beläge rein, rechts innen kommt der Warnkontakt in den Belag
  • Bremskolben zurücksetzen
  • Faustsattel mit 2 neuen Schrauben (bei ATE (Conti) im Lieferumfang enthalten) anschrauben
  • Rad dran
FERTIG!
Von außen ist im abgelagerten Abrieb leider nicht klar erkennbar, wo der Belag aufhört und der Träger anfängt. Nach Demontage zeigte sich, dass die Beläge noch 2...3 mm drauf hatten. Wohl gemerkt: Fast 1 Jahr, nachdem die WS dringenden Handlungsbedarf sah. Die hätten bei meiner Fahrweise also noch wenigsten 20 Tkm gehalten. :cry:
Egal: Jetzt sind sie getauscht.

Empfehlung an die anderen MBB Fahrer hier:
1. Mit dem Wechsel der Beläge warten, bis die Verschleißanzeige anschlägt. Zu dem Zeitpunkt sind noch 2 mm drauf; Das sollte normalerweise für 20 Tkm reichen.
2. Warnkontakt mitbestellen; Ist bei den Bremsbelägen nicht mit dabei!

PS
Ich habe mich für die teuren ATE ceramic entschieden. Die sollen weniger/helleren Abrieb produzieren. Die 12-Speichen-Felgen des NGD sind nicht einfach zu reinigen. Mal sehen, ob das Werbeversprechen gehalten wird.
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Bassmann
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Re: B200NGD im Alltag

Beitrag von Bassmann » 07.09.2018 23:46

Im Prinzip haste alles richtig gemacht. Dies vorweg. Und man sollte auch noch das Niveau der Bremsflüssigkeit im Behälter im Auge behalten. Das Zeug ist, wenn es denn rausgedrückt wird, sehr korrosiv. Beim Rücksetzen der Bremskolben kann ggf. der Behälter überlaufen. Unschön.

Aber:
Wenn ein Defekt vorliegt, kann die Verschleißwarnung von Belag X bei 2mm für den Belag Y schon zu spät kommen. Wenn da erst einmal Stahl auf Stahl scheuert, ist auch die Scheibe fällig.

Und an der Hinterachse ist Deine Beschreibung der Vorgehensweise leider untauglich, da sie nicht vollständig ist. Da ist auch noch eine Feststellbremse zu beachten. MEHRAUFWAND! GGf. ist da sogar Spezialwerkzeug nötig.

Nicht vergessen: Wer fahren will, muss bremsen können! Und darum hängt an den Bremsen das Leben! Nicht nur das eigene, auch das der Mitfahrer.

MfG Bassmann
21 Zylinder, 5,25 Liter Hubraum, aber verteilt auf 3 Autos und 3 Motorräder:
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Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
FIAT Punto evo EZ2010 1,4l (Verbrauch noch unbekannt)
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Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Re: B200NGD im Alltag

Beitrag von Sven2 » 08.09.2018 07:07

Nachtrag km-Leistung: Die original MB Bremsbeläge haben 62 Tkm gehalten.

Bzgl. HA melde ich mich, wenns so weit ist. Da muss man m.E. zwingend auf eine Hebebühne.
Die el. Parkbremse muss zum Belagwechsel in eine Serviceposition gefahren werden. Geht bei MB mit Bordmitteln.
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Re: B200NGD im Alltag

Beitrag von Tippfehler » 09.09.2018 10:31

Müssen denn die Bremsbeläge für die "Parkbremse" auch gewechselt werden? Die halten doch normalerweise ein Autoleben lang.
MB B170 NGT BE Autotronic EZ 12.2008

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Re: B200NGD im Alltag

Beitrag von Sven2 » 09.09.2018 16:02

Ist schon lange her, dass MB an der Hinterachse eine separate kleine Trommelbremse für die Park-/Handbremse hatte.
Inzwischen wirkt die Parkbremse auf die Betriebsbremse der Hinterachse.
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Re: B200NGD im Alltag

Beitrag von Robert » 09.09.2018 21:21

Sven2 hat geschrieben:
09.09.2018 16:02
Ist schon lange her, dass MB an der Hinterachse eine separate kleine Trommelbremse für die Park-/Handbremse hatte.
Inzwischen wirkt die Parkbremse auf die Betriebsbremse der Hinterachse.
Jein, ohne große Recherche ... C204 Bj. 2015 hatte diese noch.

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Re: Bremsbelag VA

Beitrag von Sven2 » 17.09.2018 15:45

Sven2 hat geschrieben:
07.09.2018 18:03
...
Ich habe mich für die teuren ATE ceramic entschieden. Die sollen weniger/helleren Abrieb produzieren. Die 12-Speichen-Felgen des NGD sind nicht einfach zu reinigen. Mal sehen, ob das Werbeversprechen gehalten wird.
Erster Eindruck:
  • kaum sichtbarer Abrieb auf der Felge - Ist demjenigen wichtig, der die Felgen an meinem MBB immer putzen muss!
  • beim Bremsen etwas lauter als MB original - So schlecht ist mein Gehör noch nicht. ;-) Wurde registriert und wird ignoriert.
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Taxi-Ausführung: abweichende ET Nummern Bremse

Beitrag von Sven2 » 11.11.2018 11:37

Kopiert aus der User-Vorstellung:
MiniDisc hat geschrieben:
26.06.2015 19:56
Es klingt zumindest logisch und vielleicht kann man ja anhand der Ersatzteilnummern was dazu rausfinden ;-)
Falls hier noch Jemand ein Taxi fahren sollte: Aufpassen bei Ersatzteilbestellung Bremsscheiben; Da gibts Unterschiede!
Keine Ahnung, ob alle Hersteller so deutlich wie ATE darauf hinweisen.

Hab' heute mal aus Spaß nach Bremsscheiben gesucht, fällig werden die ja erst mit dem nächsten Belagwechsel.
Interessante Erkenntnis: Von ATE angebotene Ersatzteile haben den Zusatz "nicht für Taxifahrzeuge" oder "für Taxifahrzeuge".

Unterschied:
Vorderachse: Scheibendurchmesser für alle gleich Ø295. Nabe Taxi hat die gleichen Abmessungen wie die Sport-Ausführung; Die Taxi-Bremsscheibe ist jedoch nicht gelocht. Verdacht: Verstärkte Radlager.
Hinterachse: Taxi: Ø295 - Rest der Welt: Ø276

Die Bremsbeläge sind hingegen für Taxis und zivile B200c gleich.
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Tankrekord

Beitrag von Sven2 » 09.12.2018 13:03

Fzg. komplett leer (Benzinnotbetrieb)
Luft: 8 °C
Tankmenge: 21,0 kg (entspricht genau der Werksangabe, gültig bei 0 °C)
Druck unmittelbar nach Betankungsende: 247 bar
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Wartung 12/2018

Beitrag von Sven2 » 18.12.2018 16:10

12/2016 kostete Wartung B 316 € zzgl. mitgebrachtes Öl.
2018 waren es 376 €. Öl war ebenfalls wieder für 36 € im Kofferraum. (Statt knapp 200 € ex MB Werkstatt)
Dieses Mal war allerdings anstelle der Zündkerzen der Luftfilter fällig. Letzterer kostet bei MB mal eben 36,60 zzgl. MwSt.
Ich ziehe langsam in Erwägung, den jährlichen Ölwechsel am MBB in Zukunft selber durchzuführen.
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Robert
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Re: Wartung 12/2018

Beitrag von Robert » 18.12.2018 20:22

Sven2 hat geschrieben:
18.12.2018 16:10
Ich ziehe langsam in Erwägung, den jährlichen Ölwechsel am MBB in Zukunft selber durchzuführen.
Wie wäre ein Lösung dazwischen?
Solche Werkstätten wie McOil und Co. machen nur eines: Ölwechsel. Aber auch die Billigheimer ATU, Pitstop und Co. machen das für wenig Geld. Und das bekommen die auch hin.
Nur als Anregung.

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Re: Wartung 12/2018

Beitrag von anacronataff » 18.12.2018 20:29

Sven2 hat geschrieben:
18.12.2018 16:10
(...)Ich ziehe langsam in Erwägung, den jährlichen Ölwechsel am MBB in Zukunft selber durchzuführen.
Klar, mach ich schon lange. Was hast Du auch schon für Vorteile, wenn Du noch zu MB gehts? Hoffst Du noch auf Kulanz bei Defekten? Oder die Mobilitätsgarantie?
Passat EF 1.4TSI DSG MJ02/2010: 240700km (2236km wg Tanken), 5.51 €/100km, Gesamt: 28.44 €/100km * Service Intervalle * CNG-Reichweiten * CNG-Tankrekorde mit 21kg Tanks * Fotos und eigene POI's mit Navigon

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Re: B200NGD im Alltag

Beitrag von Sven2 » 22.12.2018 13:47

Kulanz bei einem Grauimport? WC (wohl caum)
Mobilitätsgarantie: Nehme ich gerne mit. Im ADAC bin ich schon seit Jahren nicht mehr. Hab' auch noch einen Schutzbrief, der aber erst ab 50 km Entfernung vom Wohnsitz greift.
ATU: Die Apotheke mit den 3 roten Buchstaben will eigenes Öl verkaufen. Ist schon ein paar Jahre her, dass ich da im Laden stand. 6 L 0W-40 (nur ein sauteures Premium-Produkt mit 229.51 für DPF FZGe verfügbar) sollten in der Apotheke ziemlich genau 100 € mehr kosten, als ein 229.5 Öl im Versandhandel. Unsere Autos haben bekanntermaßen keinen DPF. Was kann ich dafür, dass ATU kein für mein Auto passendes Öl im Laden hat?
Außerdem ist bei MB die Fahrt zur Arbeitsstelle und Werkstatt inklusive. Taxi vom/zum ATU würde mich 2x 15 € kosten.
Ob ATU wirklich für 130 € weniger arbeiten kann?
Vergölst wäre noch vor Ort; Müsste mal gucken, was die so haben wollen.
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Re: B200NGD im Alltag

Beitrag von Robert » 22.12.2018 22:40

Bei ATU kostet der Ölwechsel so knappe 100€ inkl. Öl (selber mitbringen ist sinnlos). Natürlich ist selber machen immer nóch günstiger. Da muss man sich halt überlegen, ob man das für das Geld selbst machen will.

Graustein
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Re: Wartung 12/2018

Beitrag von Graustein » 21.01.2019 23:46

Sven2 hat geschrieben:
18.12.2018 16:10
12/2016 kostete Wartung B 316 € zzgl. mitgebrachtes Öl.
2018 waren es 376 €. Öl war ebenfalls wieder für 36 € im Kofferraum. (Statt knapp 200 € ex MB Werkstatt)
Dieses Mal war allerdings anstelle der Zündkerzen der Luftfilter fällig. Letzterer kostet bei MB mal eben 36,60 zzgl. MwSt.
Ich ziehe langsam in Erwägung, den jährlichen Ölwechsel am MBB in Zukunft selber durchzuführen.
Meine B war auch mal wieder fällig.
Knapp 600 Thaler.
Da Garantie jetzt ausläuft werde ich vermutlich zu einer freien wechseln, die machen das auch nicht schlechter.

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