A3 Tank beim Tanken explodiert

Rund um die Serien-Erdgasmodelle von Volkswagen, Audi, Seat und Škoda.

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MK
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Re: A3 Tank beim Tanken explodiert

Beitrag von MK » 23.06.2019 18:39

Mal davon ab, dass der Typ immer von sich selber in Form des Vereins redet um den Aussagen rhetorisch mehr Gewicht zu verleihen:
Im Vergleich zu dem was er vorher - ich zitiere mal - "abgesondert" hat, ist das jetzt so ziemlich eine 180 Grad Wende. Insbesondere habe ich persönlich den Eindruck, das er Besuch von der Rechtsabteilung eines größeren Automotive OEMs hatte, die ihm die möglichen finanziellen Folgen seiner ersten Mutmaßungen aufgezeigt hat.
Danach fiel es ihm anscheinend auch viel leichter, bestimmte Werkstätten pauschal mit 1+ zu bewerten und andere pauschal mit ungenügend/mangelhaft (beides ist Blödsinn). Oder auch seine mehr oder weniger unterschwelligen Andeutungen bzgl. der allgemeinen Zuverlässigkeit von CFK Tanks gänzlich in "die sind absolut sicher" zu ändern.
Ciao
Martin
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Robert
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Re: A3 Tank beim Tanken explodiert

Beitrag von Robert » 23.06.2019 20:55

TukTuk hat geschrieben:
23.06.2019 02:08
Aus eigener Erfahrung nach einem Heckunfall kann ich sagen, dass auch Markenwerkstätten da eher kein "Herz für cng" haben bzw. eine Versicherung ein Auto in einer nicht Gaswerkstatt nach einem Heckunfall reparieren lässt.
Die Verantwortlichkeiten sind hier klar geregelt. Es gibt keine Versicherung, wo im Vertrag drin steht, dass sie eine "unqualifizierte Hinterhofwerkstatt" damit beauftragen dürfen. Nein, auch bei Werkstattbindung ist immer festgelegt, dass es nur eine qualifizierte Fachwerkstatt sein darf, die das reparieren darf.
Und der Ablauf ist eindeutig geregelt bei einem solchen Unfall. Es kommt ein qualifizierter Sachverständiger, der den Unfall aufnimmt und bestimmt, was zu reparieren ist und was nicht. Ist die Gasanlage nicht betroffen, kann das auch eine Werkstatt machen, die davon keine Ahnung hat, ist die Gasanlage nach Gutachten betroffen, muss die Werkstatt auch die Qualifikation haben. Im Wesentlichen gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder hat der Sachverständige gepfuscht oder die Werkstatt hat einen Auftrag angenommen, den sie nicht hätte annehmen dürfen (letzteres ist deutlich unwahrscheinlicher als Ersteres).
Weitere Varianten sind, dass der Eigentümer (Leasinggesellschaft) oder der Fahrer eine Rolle gespielt haben, aber das scheint hier inzwischen eher unwahrscheinlich zu sein.
dridders hat geschrieben:
23.06.2019 08:20
ich hätte den Ziegler eher genau andersrum empfunden von seinen Intentionen, Gasautos und Audi sind alle toll, nur die freien Werkstätten sind Mist und gehören am besten verboten.
...
Ansonsten sind die Aussagen in meinen Augen komplett unbelegt und womöglich auch frei erfunden. Worauf er seine Behauptung stützt das es an der unsachgemäßen Reparatur lag und auf keinen Fall der Tank selbst schuld war geht da nirgends draus hervor.
Ich habe ja auch schon mal geschrieben, dass die Intention von Herrn Ziegler schwer zu greifen ist. Deine Schlussfolgerung wäre die, wenn man nur den jetzigen Artikel betrachtet korrekt. Ich aber habe im Zuge dieser Geschichte hier mir etliches von ihm durchgelesen. Aus meiner Sicht ist er jemand, der eindeutig gegen Gasmobilität ist (nicht nur CNG, sondern auch Wasserstoff und LPG ... warum ist unklar). Er schiebt aber immer die Sicherheit des Verbrauchers vor, um Gasmobilität abzuwürgen. Jeder Ereignis istrumentalisiert er deshalb maximal. Hier wäre ihm am Liebsten ein systematischer Fehler gewesen "das kann überall und zu jeder Zeit wieder passieren", denn das ist der GAU. "Leider" in seinem Sinne kann er das inzwischen wohl nicht mehr vertreten, weil die Karre wohl eindeutig aufgrund des Unfalls und einer unzureichenden Reparatur in die Luft geflogen ist. Nun versucht er da noch alles was geht rauszuholen. Und da er jetzt die 180° Wende hingelegt hat und auch das sagt, was andere Quellen schon lange sagen, ist der Part mit dem Heckaufprall ist die Ursache, wohl eindeutig klar. Der Rest drumherum ist tatsächlich unbelegtes Geschwurbel.

Robert
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Re: A3 Tank beim Tanken explodiert

Beitrag von Robert » 23.06.2019 20:57

MK hat geschrieben:
23.06.2019 18:39
Insbesondere habe ich persönlich den Eindruck, das er Besuch von der Rechtsabteilung eines größeren Automotive OEMs hatte, die ihm die möglichen finanziellen Folgen seiner ersten Mutmaßungen aufgezeigt hat.
Die Theorie finde ich sehr plausibel, wobei die Rechtabteilung hier nicht juristisch, sondern auch moralisch im Recht ist. Denn die ersten "Mutmaßungen" haben sich ja als falsch rausgestellt.

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dridders
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Re: A3 Tank beim Tanken explodiert

Beitrag von dridders » 24.06.2019 07:29

Robert hat geschrieben:
23.06.2019 20:55
Und der Ablauf ist eindeutig geregelt bei einem solchen Unfall. Es kommt ein qualifizierter Sachverständiger, der den Unfall aufnimmt und bestimmt, was zu reparieren ist und was nicht.
[/qote]

So ist der Ablauf nicht wirklich. Die Versicherung kann auf den Gutachter auch verzichten, und tut das auch wenn der Schaden unter einer gewissen Grenze liegt. Der Ablauf ist also eher das du eine Werkstatt zugewiesen bekommst, die das ganze in Augenschein nimmt und entweder einen KVA erstellt oder den Gutachter bestellt, je nach erwartetem Schaden und Vorgaben der Versicherung. Das ganze gilt im Zweifel aber auch ohne Werkstattbindung, nur das du dir die untersuchende Werkstatt aussuchen kannst. Wenn die Versicherung keinen Gutachter moechte kann die Schadensminderungspflicht den auch verbieten.
Wenn dann aber die untersuchende Werkstatt die Gaskomponenten falsch einschaetzt, weil sie eben nicht weiss das auch ein kleiner Heckaufprall ggf. Auswirkungen auf die Composite-Flaschen haben kann, dann kommt ggf. nie ein Gutachter ins Spiel. Den Fehler werden aber die "geschulten Fachwerkstaetten" genauso machen nach meinen Erfahrungen.
In diesem Fall spielts aber wohl keine Rolle, der Schaden soll den Berichten nach ja hoch genug fuer einen Gutachtereinsatz gewesen sein.
Robert hat geschrieben:Aus meiner Sicht ist er jemand, der eindeutig gegen Gasmobilität ist (nicht nur CNG, sondern auch Wasserstoff und LPG ... warum ist unklar). Er schiebt aber immer die Sicherheit des Verbrauchers vor, um Gasmobilität abzuwürgen. Jeder Ereignis istrumentalisiert er deshalb maximal. Hier wäre ihm am Liebsten ein systematischer Fehler gewesen "das kann überall und zu jeder Zeit wieder passieren", denn das ist der GAU.
wobei er sich dann einen komischen Verein dafuer gegruendet hat... fuer einen e.V. muss er dann ja auch noch ausreichend Mitstreiter gefunden haben die ihn da unterstuetzen.
Robert hat geschrieben:"Leider" in seinem Sinne kann er das inzwischen wohl nicht mehr vertreten, weil die Karre wohl eindeutig aufgrund des Unfalls und einer unzureichenden Reparatur in die Luft geflogen ist. Nun versucht er da noch alles was geht rauszuholen. Und da er jetzt die 180° Wende hingelegt hat und auch das sagt, was andere Quellen schon lange sagen, ist der Part mit dem Heckaufprall ist die Ursache, wohl eindeutig klar. Der Rest drumherum ist tatsächlich unbelegtes Geschwurbel.
Eindeutig sehe ich das erst dann an, wenn von offizieller Stelle ein entsprechender Bericht vorliegt oder eine Strafe ergeht. Also entweder Staatsanwaltschaft oder deren Gutachter. Zumindest kann man vermuten das keine akkute Gefahr von den Tanks selbst ausgeht, andernfalls waeren dort wohl schon Massnahmen von Seiten des KBA angelaufen.

Robert
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Re: A3 Tank beim Tanken explodiert

Beitrag von Robert » 24.06.2019 10:56

dridders hat geschrieben:
24.06.2019 07:29
So ist der Ablauf nicht wirklich. Die Versicherung kann auf den Gutachter auch verzichten, und tut das auch wenn der Schaden unter einer gewissen Grenze liegt. Der Ablauf ist also eher das du eine Werkstatt zugewiesen bekommst, die das ganze in Augenschein nimmt und entweder einen KVA erstellt oder den Gutachter bestellt, je nach erwartetem Schaden und Vorgaben der Versicherung. Das ganze gilt im Zweifel aber auch ohne Werkstattbindung, nur das du dir die untersuchende Werkstatt aussuchen kannst.
In aller Regel ist der Ablauf so. Aber ich gebe dir Recht, dass bei Kleinstschäden auch eine qualifizierte Fachwerkstatt die Beurteilung übernehmen kann. Ich dem Fall übernimmt die qualifizierte Fachwerkstatt die Verantwortung dafür, dass es eben nur ein Bagatellschaden ist. So oder so übernimmt entweder der Gutachter oder die Werkstatt die Verantwortung dafür, aber eben niemals die Versicherung.

Und natürlich ist noch kein offizielles Endergebnis da, aber inzwischen sind alle Indizien gleichlautend (nur Herr Ziegler hatte bislang ja anderes behauptet ... das ist aber jetzt ja auch vom Tisch).

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