korrodierte Erdgastanks - eine Spurensuche

Der Marktführer der Erdgasfahrzeuge findet hier seinen Platz mit den Serienmodellen Zafira, Astra u. Combo.

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ZafiraCNG
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Re: Zwischenfazit

Beitrag von ZafiraCNG » 10.03.2016 21:47

Sahib hat geschrieben:Ich spreche da mal ganz selbstbewusst von einem vollen Erfolg. :D
Super Sache!!! Da sieht man, dass Deine Behandlung etwas gebracht hat. Aber wo wäre der Unterschied zu einem käuflichen Unterbodenschutz? Denkst Du, dass Deine Rezept einen Vorteil hat? Es könnte ja durchaus auch Nachteile gegenüber den normalen Unterbodenschutz geben. Da gibt es sicher Kunstwachs Produkte, in die viel Know-How von Chemikerseite hineingesteckt wurde. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass der Bienenwachs relativ schnell von Bakterien etc. zersetzt werden kann und dann wird das Gemisch zu schnell flüssig. ICh sehe auch gerade, dass er in den Flächen abgerutscht ist, da sollte kommerzieller Unterbodenschutz besser anhaften.

Meine Flaschen wurden vom FOH mit Unterbodenschutz behandelt, was gerade nicht billig war und Dein Ergebnis zeigt, dass mein FOH damit richtig gelegen haben könnte.

Backmagic
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Beitrag von Backmagic » 11.03.2016 08:13

Dafür gammelt der Rest der Karre ganz ordentlich :lol:

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Sahib
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Re: Zwischenfazit

Beitrag von Sahib » 11.03.2016 16:19

ZafiraCNG hat geschrieben:
Super Sache!!! Da sieht man, dass Deine Behandlung etwas gebracht hat. Aber wo wäre der Unterschied zu einem käuflichen Unterbodenschutz? Denkst Du, dass Deine Rezept einen Vorteil hat? Es könnte ja durchaus auch Nachteile gegenüber den normalen Unterbodenschutz geben. Da gibt es sicher Kunstwachs Produkte, in die viel Know-How von Chemikerseite hineingesteckt wurde. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass der Bienenwachs relativ schnell von Bakterien etc. zersetzt werden kann und dann wird das Gemisch zu schnell flüssig. ICh sehe auch gerade, dass er in den Flächen abgerutscht ist, da sollte kommerzieller Unterbodenschutz besser anhaften.

Meine Flaschen wurden vom FOH mit Unterbodenschutz behandelt, was gerade nicht billig war und Dein Ergebnis zeigt, dass mein FOH damit richtig gelegen haben könnte.
Bei "Unterbodenschutz" sollte man unterscheiden zwischen dem klassischen schwarzen Zeug, mit dem Autohökerer ihre rostigen Leichen schminken und Produkten die auf Wachs oder Fett basieren.
Sollte dein FOH (was ich vermute) letzteres verwendet haben, dürften deine Flaschen genauso aussehen, wie meine.
Sollte ersteres seinen Weg auf die Flaschen gefunden haben, dürften bei der nächsten GAP Probleme ins Haus stehen, da der Prüfer nicht sehen kann, ob Rost unter dem Zeug ist.

Der Unterschied zwischen meinem Korrosionsschutzwachs und käuflichen Produkten ist, dass mich die Behandlung ca. 6 Euro gekostet hat (Zeit und Baukosten der Grube nicht mit gerechnet).
Das in kommerziellen Produkten sicherlich eine Menge Know-How steckt, will ich ebenfalls nicht abstreiten. Allerdings erschließt sich mir der Mehrwert noch nicht.
Außerdem verwenden sowohl die Nato-Truppen als auch Schifffahrtsunternehmen das identische Rezept um Maschinenteile vor Korrosion zu schützen. Was deren Standards genügt, soll auch mir genügen.
weiterhin plane ich ja den Schutz alle zwei Jahre zur GAP zu erneuern, so dass mir ein etwaiger Bakterienbefall auch eher nicht in die Quere kommen dürfte.

Mit den Flächen hast du Recht. Da hält mein Fett nicht sonderlich gut.
Ob kommerzielles da besser haften würde weiß ich nicht.
Ich behaupte aber auch, dass das nicht sonderlich erheblich ist. Bei meinen alten roten Flaschen ging die Korrosion deutlich von den Haltebändern aus und unterwanderte von dort den Lack der Flächen. Da ich nun meine diese Quelle beseitigt zu haben, dürfte der Lack in der Fläche auch keinen Schutz mehr brauchen.
Schaden kann es aber sicherlich nicht!

ZafiraCNG
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Re: Zwischenfazit

Beitrag von ZafiraCNG » 31.03.2016 19:06

Sahib hat geschrieben:Das in kommerziellen Produkten sicherlich eine Menge Know-How steckt, will ich ebenfalls nicht abstreiten. Allerdings erschließt sich mir der Mehrwert noch nicht. Außerdem verwenden sowohl die Nato-Truppen als auch Schifffahrtsunternehmen das identische Rezept um Maschinenteile vor Korrosion zu schützen. Was deren Standards genügt, soll auch mir genügen.
Ich wage zu bezweifeln, dass die Schfffahrtindustrie diese Mischungen routinemäßig einsetzen. Man sieht an Deiner Mischung schon, dass die Viskosität bei höheren Temperaturen zu niedrig wird und der Wachs auf den Flächen schlecht anhaftet. Diese Stellen würden stärker korrodieren, wenn sie mit salzigen Medien und Feuchtigkeit auf See in Kontakt kommen. Ich würde daher als Schiffseigner lieber eine Mischung nehmen, die auch bei höheren Temperaturen nicht abläuft, sondern gut anhaftet. (vermutlich höherer Wachsanteil, oder ein längerkettiger Wachs) Bienenwachs ist vielleicht nicht optimal, da der Schmelzpunkt relativ niedrig ist.
Sahib hat geschrieben:weiterhin plane ich ja den Schutz alle zwei Jahre zur GAP zu erneuern, so dass mir ein etwaiger Bakterienbefall auch eher nicht in die Quere kommen dürfte.
Das ist für Dich Ok und eine sichere Lösung. Bei kommerzielen Lösungen müsste man wahrscheinlich nicht alle 2 Jahre den Wachs ersetzen, bzw. freie Stellen wieder einpinseln, was Arbeitskosten spart. Ich würde das als Kunde nicht akzeptieren, dass nach zwei Jahren nachgearbeitet werden muss. Die kommerziellen Lösungen haben sicher Ihre Berechtigung.

Dennoch ist Dein Hausrezept eine interessante Lösung, denn Du weißt, was an Inhaltsstoffen enthalten ist und was nicht. Diese Mischung ist daher wahrscheinlich umwelt- und hautfreundlicher als ein Chemikalienkoktail mit Bakteriziden, Fungiziden und weitern Zusatzstoffen. Vielleicht beim nächsten Mal erwas mehr Bienenwachs hinzugeben, damit die Mischung erst bei höheren Temperaturen das Fließen anfängt. Ich bin jedenfalls gespannt auf Dein Resultat nach einigen Jahren Erfahrung. Ds bisherige Ergebnis ist schon überraschend gut!

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Beitrag von Backmagic » 04.04.2016 07:49

Nach einem Jahr würden die Flaschen auch ohne dein draufgemurkstes nachgebastelltes Billig Mikes Sanders Korrosionsschutzfett auch nicht anders aussehen.

Damit kannst halt Mutti beeindrucken, aber jemanden der sich mit dem Thema auskennt, der lacht da nur drüber.

Da hättest dir leichter für ein paar Euro ein richtiges Verarbeitungsset mit Erhitzer und Sprühpistole ausgeliehen.

Sorry, echt einfach nur Murks. Poste mal in 3 – 4 Jahren Bilder.

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 04.04.2016 08:22

Backmagic hat geschrieben:Nach einem Jahr würden die Flaschen auch ohne dein draufgemurkstes nachgebastelltes Billig Mikes Sanders Korrosionsschutzfett auch nicht anders aussehen.

Damit kannst halt Mutti beeindrucken, aber jemanden der sich mit dem Thema auskennt, der lacht da nur drüber.

Da hättest dir leichter für ein paar Euro ein richtiges Verarbeitungsset mit Erhitzer und Sprühpistole ausgeliehen.

Sorry, echt einfach nur Murks.

Hmmm... Schön ausgedrückt ist es nicht, aber jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung.
Backmagic hat geschrieben:Poste mal in 3 – 4 Jahren Bilder.
Hmmm. Was soll dann zu sehen sein? Entweder die Buddeln sind rostig, dann haben sowohl Lackierung wie Schutzbehandlung versagt, oder sie glänzen wie neu, dann wissen wir immer noch nicht, ob es an der Lackierung oder an der Schutzbehandlung lag.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Sahib
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Zwischenstand

Beitrag von Sahib » 03.09.2016 13:47

Um im Turnus zu bleiben, habe ich nach der letzten HU/AU/GAP mal die Abdeckungen aller Flaschen entfernt und unter alle Haltebänder geschaut.
Für den Fernsehbericht, Anfang des Jahres, hatte ich ja nur ein Band los genommen.
Aber auch unter allen Anderen ist nach nun annähernd 40.000 km weder Korrosion noch (neuerlich) beschädigter Lack zu finden:
[ externes Bild ]
Nach der Kontrolle habe ich die Bänder mit neuem Fett bestrichen und wieder versiegelt.
Wie immer habe ich reichlich Bilder gemacht.
Bei Interesse findet Ihr Sie im zugehörigen Blog-Artikel.
Wenn alles nach Plan läuft, sehe ich die Flaschen erst in zwei Jahren wieder.

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Sahib
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Re: korrodierte Erdgastanks - eine Spurensuche

Beitrag von Sahib » 01.09.2018 12:13

Hallo liebes Forum,
Unser Combo war im August mit HU,AU, GAP an der Reihe.
Zeit das versprechen zu halten und mal wieder unter die Abdeckungen zu gucken.

An selbigen scheiterte auch der erste Anlauf.
Die Schrauben der Bremsseilhalter waren so vergammelt, dass ich sie ausbohren musste:
[ externes Bild ]

Im zweiten Anlauf bestand der Combo allerdings die GAP mit fliehenden Fahnen.
Die Flaschen sind auch nach 3,5 Jahren noch wie neu:
[ externes Bild ]
Natürlich habe ich auch unter den Bändern kontrolliert. Auch hier absolut makellos:
[ externes Bild ]
Da meine Fettkur entgegen der hiesigen Unkenrufe zu funktionieren scheint, habe ich die Flaschen im Anschluss neu eingefettet:
[ externes Bild ]
Mal hoffen, dass ich sie erst in zwei Jahren wiedersehe.

Mehr (Detail-)Fotos gibt es wie immer bei mir im Blog.

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Re: korrodierte Erdgastanks - eine Spurensuche

Beitrag von Trelo » 01.09.2018 18:16

:hands:

Schön, mal wieder was von Dir zu hören!
Grüße vom Würmsee
Trelo
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Zafira Ecoflex Turbo [ externes Bild ] / derzeit ca. 73 kWh/100km

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Re: korrodierte Erdgastanks - eine Spurensuche

Beitrag von OSV23 » 02.09.2018 10:39

Wie auch im Combo zu sehen habe ich die Tanks in meinem Astra auch versiegelt.

Also erstmal zu den Daten.
Astra G CNG bj. 2005
Gekauft als Gebrauchtwagen im Jahr 2015 mit 77000km.
Direkt nach dem Kauf habe ich die Flaschen versiegelt.
Beim ersten TÜV 2016 musste die Verkleidung noch nicht ab. Das habe ich im selben Jahr aber trotzdem gemacht.
Damals war alles unauffällig. Vor 4 Wochen habe ich die Verkleidung mal wieder abgenommen. Diesmal hat sich das Wachs an einer Stelle der vorderen Flasche gelöst und ist nach unten gewandert.
Daraufhin habe ich an der Stelle mal einen Temperatursensor angebracht. Durch die letzten sehr warmen Wochen wurden mir beim Tanken Temperaturen zwischen 50 und 60 Grad angezeigt. Der hintere Tank hatte maximal 45 Grad.
Letzte Woche habe ich den Sensor wieder ausgebaut und neu versiegelt.
Zum TÜV muss ich im Januar wieder.

Gastra
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Re: korrodierte Erdgastanks - eine Spurensuche

Beitrag von Gastra » 02.09.2018 18:04

vielen Dank für die Dokumentation Deines Langzeitversuchs. Ich bevorzuge auch Fette als Konservierungsmittel, da die "komerziellen" Unterbödenschutze zwar leichter zu verarbeiten sind und keine Flecken auf den Garagenboden mache, dafür aber an Elastizität verlieren und auf Dauer einen viel schlechteren Shutz bieten als fließende Fette.

OSV23
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Re: korrodierte Erdgastanks - eine Spurensuche

Beitrag von OSV23 » 03.09.2018 08:04

Was ich noch vergessen hatte: Das Fahrzeug hat mittlerweile 161000 km gelaufen.
Nächste Woche werden die Tanks gereiningt und der lack wird unter einem Mikroskop betrachtet.
Ich werde berichten.

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