NGVglobal verkündet neues Tank-Design

Es tut sich was in den Labors der Auto- und/oder Gasanlagenhersteller? Hier ist Platz für Informationen darüber.

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Bassmann
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NGVglobal verkündet neues Tank-Design

Beitrag von Bassmann » 13.12.2014 17:13

Hallo Erdgasgemeinde!

NGVglobal hat eine Meldung geschickt, dass ein Forschungsteam gegründet wurde, um neue Baumuster für CNG-Tanks zu entwickeln. Beteiligt sind die Michigan Technological Universitiy und die Fa. REL inc. als industrieller Teilnehmer.

Das Ziel ist die Entwicklung von Baumustern, die besser zu einem vorhandenen Einbauplatz passen und diesen besser ausnutzen. Es lohnt imho durchaus, einen Blick auf die Meldung mit einer Zeichnung eines Tanks zu werfen. Die in jener Zeichnung gezeigte Idee ist die, mehrere Röhren gekreuzt übereinander zu legen, wobei die leeren Zwischenräume durch das Wegschneiden von Material verkleinert werden, die Stöße werden sodann geschweißt. Es liegt auf der Hand, dass dabei mit großer Sorgfalt und Präzision gearbeitet werden muss, um keine Materialschwächungen zu erzeugen.

Man darf gespannt sein, ob diese Baumuster Marktreife erreichen.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

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Gövi
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Da tut sich nix.

Beitrag von Gövi » 14.12.2014 13:58

:cool:
Mahlzeit,
wenn ich das richtig sehe, dann gab es vor einigen
Jahren schon einmal einen Versuch die Flaschen
überschneident zu verschweissen, seit dem hat der
Markt aber noch keine dieser Flaschen gesehen.
Strukturtanks sind bei 200Bar eine aufwändige und
teure Sache da erst die Flaschen gefertigt werden
müssen, um anschließend Löcher und Aussparungen
zu schaffen, erst dann werden die neuen Teile mit
entsprechenden Zugstreben und den anderen Flaschen
zu einem Ganzen verschweißt.

MfG Gövi
Gasgeben schadet ja nicht !

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Beitrag von SiggyV70 » 14.12.2014 15:31

Hallo,
das Bild ist leider nicht sehr scharf. Ich verstehe so nicht so ganz wo der Vorteil sein soll. Offensichtlich muss doch wesentlich mehr geschweisst werden. Und das ist dann doch die Schwachstelle?

Gruss SiggyV70
Volvo V70 Bifuel
Bj 2006 Automatik
Bis jetzt 185.000km angenehme Kilometer
VW Passat Ecofuel, Kombi, DSG
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Backmagic
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Beitrag von Backmagic » 15.12.2014 12:36

Wird viel bringen wenn die danach nicht in der Lage sind die auch nur annähernd brauchbar zu lackieren. Völliger Schwachsinn.

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Beitrag von ikonengold.de » 16.12.2014 09:22

lackieren lässt sich das im Tauchbad schon.

Ich empfinde den Materialeinsatz beträchtlich. Nach meinem Verständnis bieten kugelförmige und danach zylindrische Tanks das optimale Verhältnis zwischen Materialeinsatz und Speichervolumen. Und je größer, desto besser. Lieber zwei große Tanks als fünf kleine.

ich schreibe jetzt nicht, welcher Hersteller das meiner Meinung nach recht schlau gelöst hat, sonst heißt es wieder, ich würde virales Marketing betreiben.
Freundlicher Gruß
Eberhard

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gpspapa999
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Beitrag von gpspapa999 » 16.12.2014 10:22

Drr Doimler?

Hat die Kugel erfunden?
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Gulbenkian
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Beitrag von Gulbenkian » 16.12.2014 10:56

ikonengold.de hat geschrieben:Lieber zwei große Tanks als fünf kleine.

ich schreibe jetzt nicht, welcher Hersteller das meiner Meinung nach recht schlau gelöst hat
Du meinst sicherlich VW/Audi/Seat/Skoda mit den großen, 15kg CNG fassenden Flaschen beim TGI!/GTec/g-tron :lol:
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Beitrag von ikonengold.de » 16.12.2014 11:21

Die Rede war von "großem" Behälter. Na gut, 21 kg ist jetzt auch nicht gigantisch, hält aber wohl zumindest für eine Taxischicht durch.
Freundlicher Gruß
Eberhard

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Beitrag von Backmagic » 16.12.2014 12:06

Hilft alles nichts wenn der Mist nach 3 Jahren verrostet. Da hilft die Form auch nicht

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Beitrag von ikonengold.de » 16.12.2014 12:11

es rostet nicht, wenn Composite-Tanks verwendet und entsprechend geschützt eingebaut werden.

ich schreibe jetzt auch nicht, welcher Hersteller das macht, sonst wird mir wieder virales Marketing vorgeworfen.
Freundlicher Gruß
Eberhard

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Bassmann
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Beitrag von Bassmann » 16.12.2014 12:34

Composite und Röhren in Gitterbauweise, wie von NGVglobal oben im Link vorgestellt, ist allerdings nicht machbar. Wenn man einen quaderförmigen Tank bauen will, der ggf. auch noch Aussparungen hat an Stellen, die zwangsweise für andere Baugruppen offen gehalten werden müssen, dann geht es eben nicht mit Composite-Bauweise.

Quaderförmig heißt ja, dass die Oberflächen annähernd eben sind. Stahlplatten so zu einem Tank zu verschweißen, dass sie beim ersten Betanken nicht rund werden, erfordert entweder so dicke Platten, dass man das Gewicht nicht haben will, oder aber man baut innen auf Zug zu belastende Elemente ein, die das Aufblähen verhindern. Geschweißte Bauweise und hochdrucktaugliche Bauweise unter einen Hut zu bringen, ist offenbar nicht so einfach, wie es sich mancher vielleicht vorstellt.

Die Kosten will man sicherlich auch noch im Blick behalten.

MfG Bassmann
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Beitrag von bljack » 16.12.2014 13:10

Bassmann hat geschrieben:Composite und Röhren in Gitterbauweise, wie von NGVglobal oben im Link vorgestellt, ist allerdings nicht machbar. [...]
Da möchte ich in Teilen widersprechen und verweise auf den "Freiformbaren DLR-Wabentank für die CNG Anwendung", der dies in etwa darstellt. Zum aktuellen Forschungsstand hab ich leider auch keine neueren Infos, hatte dazu nur 2013 in Stuttgart mal einen Vortrag zu gehört.
Meistens mit meinem ecoup und manchmal mit ihrem Leon ST TGI unterwegs.

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Beitrag von Bassmann » 16.12.2014 13:36

Holla, die Waldfee!

Danke für den Link!

Die DLR-Technologie macht ja soger noch den besseren Eindruck. Es gibt keine Schwächung des Materials, was man für die im Gitter angebrachten Tanks nach amerikanischem Modell in Kauf nehmen müsste. Und obendrein eine ähnliche oder gar noch bessere Raumausnutzung mit deutlichen Gewichtsvorteilen.

MfG Bassmann
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Beitrag von bljack » 16.12.2014 15:50

Gerne doch - ich dachte auch, der wäre hier schonmal verlinkt worden (den Vortrag dazu hatte ich 2013 auf der Tagung "Gasfahrzeuge" von IAV und FKFS gehört, die jährlich stattfindet und sich mit den Themen rund um gasförmige Kraftstoffe und zugehörige Fahrzeuge etc. befasst).

Die große Frage ist jetzt, was technisch einfacher zu handhaben ist - viele Rohre verschweißen, so dass sie 250+bar aushalten oder die CFK-Tanks zu wickeln...
Mit etwas Glück und Elan in der Fahrzeugindustrie erleben wir ja vllt. noch den Einsatz des einen oder anderen Prinzips (Brennstoffzellenfahrzeuge leiden ja unter einem nicht ganz unähnlichen Tankproblem :lol: ).
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