Power to gas

Es tut sich was in den Labors der Auto- und/oder Gasanlagenhersteller? Hier ist Platz für Informationen darüber.

Moderatoren: MiniDisc, SiggyV70, sparbrötchen

Benutzeravatar
Bassmann
Site Admin
Beiträge: 28979
Registriert: 24.04.2006 20:25
Wohnort: Zu hause.
Kontaktdaten:

Beitrag von Bassmann » 05.02.2014 19:11

jupp hat geschrieben:... wäre fraglich ob sich das rentieren würde. ...
Bei Audi hat man gerechnet und ist offenbar zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich rechnet. Die Sonne schickt keine Rechnung, das CO2 kommt aus dem Meiler nebenan, und der Gasversorger zahlt auch für das Gas. Es wird nicht sämtliche Energieprobleme der Menschheit lösen, aber es kann einen Beitrag leisten, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern (und deren Anbietern) zu lindern.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

Benutzeravatar
jupp
Gesperrter Forennutzer
Beiträge: 1760
Registriert: 10.11.2013 22:43
Wohnort: bei Stuttgart

Beitrag von jupp » 05.02.2014 19:39

Bassmann hat geschrieben: Bei Audi hat man gerechnet und ist offenbar zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich rechnet.
Wahrscheinlich. In der Nische lässt sich vieles verkaufen. In dieser Nische vor allem in diesem Land.
Auch die Lufthansa bietet Tarife an, die die Abbitte leisten.
Sprich da kann man sich vom CO2 freikaufen. Das funktioniert in gewissem Maß, hier wie dort, wie auch bei Audi.
Aber in der Masse kann man die Konzepte vergessen. Sobald es Geld kostet sind die "Pseudo-Ökos" (sorry das wieder so zu sagen), raus aus der Geschichte ... und das sind mehr als 95% ;).
Bassmann hat geschrieben: Die Sonne schickt keine Rechnung
Der tollste Spruch der Ökoenergien und Grünen (zugegeben, der ist richtig gut).

Aber hast du schon mal eine Rechnung gesehen, wo im Briefkopf "Kohle", "Erdgas" oder "Uran" stand?

Ein schlauer Mensch sagte mal, die Rechnung schickt nicht die Energieform, sondern derjenige, der sie nutzbar macht ;).

Denk mal drüber nach ;).

gruss

Benutzeravatar
Bassmann
Site Admin
Beiträge: 28979
Registriert: 24.04.2006 20:25
Wohnort: Zu hause.
Kontaktdaten:

Beitrag von Bassmann » 05.02.2014 20:52

Wo soll denn da der Haken sein? Natürlich steht da gelegentlich auch mal so was schönes wie "Städtische Gas- und Wasserwerke" oben auf dem Briefkopf. Bei Energie direkt von der Sonne gibt es in der Tat keine Rechnung, es gibt allerdings die Rechnung von denen, die das nötige Geraffel liefern, um die Solarenergie einfangen zu können.

Blöderweise braucht man zum Nutzen anderer Energieformen auch irgendwelches Geraffel, für dessen Lieferung auch Rechnungen geschrieben werden... Die unterscheiden sich der Höhe nach imho nicht wirklich wesentlich. Aber was wo nutzbar ist, darüber muss man schon etwas genauer nachdenken, und manchmal kommt man nicht ohne unabhängige Experten aus.

Mit Erdgas als Kraftstoff hab ich nunmehr seit 10 Jahren zu tun. In den meisten Fällen ist es eben die preiswerteste Lösung. Dass gewerbliche Nutzer noch ganz andere Kosten an der Backe haben als nur einige Km Umweg zur Tankstelle und vielleicht auch mehr Zeitaufwand wegen häufigerer Tankvorgänge... OK, kann ich nachvollziehen. Häufigere Tankvorgänge bekommt man aber mit Zusatztanks in den Griff, wenn das nicht wieder mit der Zuladung kollidiert... Irgendwie bleibt es verhext, oder?

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

Derek
Beiträge: 23
Registriert: 02.01.2014 16:17
Wohnort: Hunsrück

Beitrag von Derek » 09.02.2014 17:29

jupp hat geschrieben:Ein paar Worte zu ausgewählten Punkten:
Derek hat geschrieben: #Ob Biomethan tatsächlich zum Grosseinsatz kommt ist eine reine Politikum. Wenn eine Regierung PV-Anlagen, die häufig in ungünstiger Regionen aufgebaut werden, subventionieren kann ist aber alles möglich.
Nicht ganz. Biomethan braucht Biomasse und da sind einfach Grenzen gesetzt. Deutschland ist nahezu vollständig erschlossen, wo sollte also massenhaft Biomasse herkommen (mir ist klar, dass man hier und da noch optimieren kann, aber irgendwo ist schluss)
Derek hat geschrieben: Ich habe verstanden, daß überflüssiger Ström ins Ausland regelmäßig verschenkt wurde, wie dann soll ein Wind-to-Power Anlage nicht profitabel sein?
Um profitabel zu sein, muss synthetische Gas am Ende günstiger als Erdgas sein. Das bedeutet die Kosten der Anlage plus den Strom (der natürlich auch einen negativen Preis haben kann), muss geringer sein, als der Erdgaspreis.
So eine Anlage allerdings kostet ein Schweinegeld. Mit ein paar Stunden im Jahr kommt man da nicht hin. Selbst wenn die Anlage den Strom für lau das ganze Jahr bekommen würde, wäre fraglich ob sich das rentieren würde.
Derek hat geschrieben: Es gibt zwar ein Gasnetz in Deutschland, es ist aber m.E ziemlich begrenzt, vermütlich auch ein Grund warum CNG-Tankstellen so dünn gesäet sind.
Sehe ich nicht so. Das Gasnetz ist schon ganz gut ausgebaut. Der einzige Punkt, der mir spontan einfällt, wo es im Mittel wohl nicht so gut aussieht, sind Autobahnraststätten. Die liegen oft entfernt von Ortschaften und haben deshalb vermutlich meist auch keinen Gasanschluss. Das sehe ich also nicht als Grund für das dünne Erdgastankstellennetz.

gruss
Hallo,
Biogas wird in ca 8000 Anlagen in Deutschland produziert. Ich weiss, Biomasse wird in Drittländen erzeugt statt Lebensmittel für die Einheimischen. Hier werden Maisfeldern auch ungern gesehen ( komisch daß Rapsfelder - meistens für Biodiesel salonfähig sind) Es gibt aber auch Vorteile vor allem die Grundlastfähigkeit von Biogas.Wenn das Erdgasnetz umfangreicher wäre könnte mehr aufbereitete Biogas eingespeichert werden. Übrigens ich weiss aus englischer Erfahrung wie eine umfangreiche Gasnetz aussehen kann.In fast jedem UK Dorf gibt es Gasleitungen unter der Strasse. Hausfrauen kochen mit Erdgas, Zentralheizungen werden mit Erdgas betrieben Hast Du jemals versucht einen Gasherd hier zu kaufen? -ich schon, nicht einfach.
#Power to Gas könnte dezental betrieben werden ( ähnlich wie Blockheizkraftwerke).Es bietet eine Grundlastfähigkeit u. Unabhängigkeit von ausländischem Erdgas.
Gruß
Ansicht eines Engländers

Benutzeravatar
Bassmann
Site Admin
Beiträge: 28979
Registriert: 24.04.2006 20:25
Wohnort: Zu hause.
Kontaktdaten:

Beitrag von Bassmann » 09.02.2014 20:53

Die meisten, die ein Maisfeld vor sich sehen, können nicht unterscheiden, ob es Mais für den Mailer, Mais fürs Nutzvieh oder gar Mais für menschlichen Verzehr ist.

Da ist es dann einfach, immer feste druff zu prügeln...

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

dienoth
Beiträge: 172
Registriert: 20.09.2013 21:06
Wohnort: Rostock

Beitrag von dienoth » 09.02.2014 23:08

Derek hat geschrieben:
Sehe ich nicht so. Das Gasnetz ist schon ganz gut ausgebaut. Der einzige Punkt,
Hallo,
Biogas wird in ca 8000 Anlagen in Deutschland produziert. Ich weiss, Biomasse wird in Drittländen erzeugt statt Lebensmittel für die Einheimischen. Hier werden Maisfeldern auch ungern gesehen ( komisch daß Rapsfelder - meistens für Biodiesel salonfähig sind) Es gibt aber auch Vorteile vor allem die Grundlastfähigkeit von Biogas.Wenn das Erdgasnetz umfangreicher wäre könnte mehr aufbereitete Biogas eingespeichert werden. Übrigens ich weiss aus englischer Erfahrung wie eine umfangreiche Gasnetz aussehen kann.In fast jedem UK Dorf gibt es Gasleitungen unter der Strasse. Hausfrauen kochen mit Erdgas, Zentralheizungen werden mit Erdgas betrieben Hast Du jemals versucht einen Gasherd hier zu kaufen? -ich schon, nicht einfach.
#Power to Gas könnte dezental betrieben werden ( ähnlich wie Blockheizkraftwerke).Es bietet eine Grundlastfähigkeit u. Unabhängigkeit von ausländischem Erdgas.
Gruß
Veto. Das deutsche Gasnetz ist nicht das Problem hier kann noch einiges mehr gespeichert werden. Grundlastfähig ist Biogas nur bedingt, da das olle Biogas ja auch ins Netz kommt, wenn keine Last da ist. Hier ist das Problem. Deswegen wird das Biogas überwiegend ins Hochdrucknetz, Transportnetz eingespeist, ohne Odor umd son Zeuch...
Gruss

ExUser2007
Besonderer Freund
Beiträge: 4946
Registriert: 02.04.2007 16:17

Beitrag von ExUser2007 » 09.02.2014 23:31

allseits wird gejammert über den blöden Strom der nur dann ins Netz gespeist wird wenn grade vorhanden. Egal ob notwendig oder nicht.

Dabei wäre die Einspeisung doch regelbar, mit Preisen die abhängen von der Strombörse.

Halleluja, die bekommen immer ihr Geld, und das lukrativ.

In der Praxis bescheuerte Projekte wie Lichtblick werden bejubelt.

Ein Lächeln weil die Menschen keine Ahnung wo der Mais verbraucht wird. Keine Ahnung das Mais für den menschlichenm Genuß ungeniesbar wird in der Umgebung von Maisfelder für den tierischen oder Biogasbedarf.

Dabei reichen doch 2 Hände und das Zählen wer was verbraucht. Viele Felder mit Mais und ganz ganz wenig Kühe. Dafür viele Biogasanlagen und die werden immer größer. Augen auf!

Ist ja irgenwie auch überlegenswert warum heute die Flächen für den Maisanbau gewaltig steigen, ohne jede weitere Kuh?

Benutzeravatar
Bassmann
Site Admin
Beiträge: 28979
Registriert: 24.04.2006 20:25
Wohnort: Zu hause.
Kontaktdaten:

Beitrag von Bassmann » 09.02.2014 23:38

Für mehr Kühe braucht man doch aber mehr Milch-Erzeugungs-Kontingente? Oder bin ich da einer Fehlinformation aufgesessen?

BTW: Es gab da eine Meldung, dass vor wenigen Tagen einem Bauer sein Kuhstall um die Ohren geflogen ist, weil sich das Methan darin beim Einschalten einer Maschine entzündet hatte... Schade eigentlich, er hätte damit auch noch Strom produzieren können.

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

ExUser2007
Besonderer Freund
Beiträge: 4946
Registriert: 02.04.2007 16:17

Beitrag von ExUser2007 » 09.02.2014 23:51

Viel mehr Mais Anbau und wenig mehr Kühe isz doch eindeutig ein Zeichen dafür das der Mai in Bioganlagen verbraucht wird. Gehr es noch eindeutiger?

Kluge Bauern belüften ihre Ställe gut.

In Argentinien gab es doch mal die Idee und die Umsetzung den Kühen einen Ballon auf den Rücken zu schnallen um den Kuhpups aufzufangen.

Geht es ein in die Annalen der sinnlosesten Ideen?

Benutzeravatar
Bassmann
Site Admin
Beiträge: 28979
Registriert: 24.04.2006 20:25
Wohnort: Zu hause.
Kontaktdaten:

Beitrag von Bassmann » 10.02.2014 00:21

In AG ging es nur um die Gewinnung von Daten, mit welchen CH4-Mengen man es denn nun eigentlich zu tun hat. Es ging nicht um industrielle Nutzung.

Ja, ist es denn wirklich "viel mehr Maisanbau"? Oder nur hier und dort ein wenig mehr? Bei der Aufregung um die "Vermaisung der Landschaft" echauffieren sich imho auch ein Haufen Leute, die es eigentlich rein gar nix angeht...

MfG Bassmann
17 Zylinder, 4,85 Liter Hubraum, aber verteilt auf 2 Autos und 3 Motorräder:
Golf4 Kombi 1.6l autom. mit CNG-Nachrüstung, ca. 10€/100km
Polo4 9N3 united 1.4l 5-Gang mit CNG-Nachrüstung, ca. 8€/100km
(jeweils incl. Luxusbrühe)
Motorräder: 644ccm Suzuki Freewind (Eintopf), 600ccm Yamaha Fazer 35kW, 600ccm Yamaha Fazer ABS 72kW
Wenn ein einziger Baum umfällt, macht das mehr Lärm, als wenn ein ganzer Wald wächst.

Benutzeravatar
bljack
Forums-Sponsor
Beiträge: 1379
Registriert: 07.12.2012 13:49
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von bljack » 10.02.2014 11:13

Bassmann hat geschrieben:Ja, ist es denn wirklich "viel mehr Maisanbau"? Oder nur hier und dort ein wenig mehr? Bei der Aufregung um die "Vermaisung der Landschaft" echauffieren sich imho auch ein Haufen Leute, die es eigentlich rein gar nix angeht...
Ich hab leider keine aktuellen Daten - letzter Stand hier ist August 2013. Dort haben wir einen Rückgang der Gesamtanbaufläche von 2,9%, bei Silomais jedoch nur 2,1%.

hjb hat geschrieben:Ein Lächeln weil die Menschen keine Ahnung wo der Mais verbraucht wird. Keine Ahnung das Mais für den menschlichenm Genuß ungeniesbar wird in der Umgebung von Maisfelder für den tierischen oder Biogasbedarf.
Ich kann dazu leider im Netz nichts finden - gibt es da evtl. einen Link zu einer entsprechenden Veröffentlichung / Studie / irgendwas?
Mit dem ecoup umweltfreundlich unterwegs :-)
Lebensdauer der ersten Flaschen: 3 Jahre (1. HU nach Kauf), 104tkm; Austausch auf Kulanz (100%) bei 105tkm

Seit 06/2017 hin und wieder auch mit einem Leon ST TGI, wenn meine Holde mich lässt :-) :-)

VW ecoup [ externes Bild ]
Seat Leon ST TGI [ externes Bild ]

Derek
Beiträge: 23
Registriert: 02.01.2014 16:17
Wohnort: Hunsrück

Beitrag von Derek » 10.02.2014 18:53

hjb hat geschrieben:Viel mehr Mais Anbau und wenig mehr Kühe isz doch eindeutig ein Zeichen dafür das der Mai in Bioganlagen verbraucht wird. Gehr es noch eindeutiger?

Kluge Bauern belüften ihre Ställe gut.

In Argentinien gab es doch mal die Idee und die Umsetzung den Kühen einen Ballon auf den Rücken zu schnallen um den Kuhpups aufzufangen.

Geht es ein in die Annalen der sinnlosesten Ideen?
Hi!
erstens ist der Anteil Mais für den s.g Substrat in Biogasanlagen ohnehin auf 60% gekappt u. wird anscheinend weiter reduziert.
zweitens gibt es schon alternative Pflanzen für Biomasse, die Becherpflanze ist schon ausführlich geforscht u. gut geeignet. Die Umwelt ( Insekte usw ) wäre dafür dankbar. ( Ich bin Imker, die Deutsche Imkerbund hat lange dafür plädiert.)
Warum es so schwierig ist überflussige / verdorbene Lebensmittel für die Biogas-Herstellung einzusetzen ist mir ein Rätsel.Das Zeug muß ohnehin entsorgt werden.
Gruß

Soweit ich weiss ist das weitverbreitete Fructose-Glykose Sirop aus Mais hergestellt, offensichtlich billiger als Zucker.
Ansicht eines Engländers

ExUser2007
Besonderer Freund
Beiträge: 4946
Registriert: 02.04.2007 16:17

Beitrag von ExUser2007 » 11.02.2014 20:58

Nach meinem Wissenstand gibt es Futtermais und solches für den menschlichen Verzehr. Oder essen wir jetzt schon Viehfutter???

WO bitte wird gekappt???????????

AUGEN AUF!! Biogasanlagen gibt es immer neue. Und immer bombastischer wachsen die Berge an Biomais bei den Anlagen! WO BITTE lagen die anderen 40 % Futter für die Anlage? Worum handelt es sich bei dem alternativen Futter von 40%??

Warum so wenig Energie erzeugt wird aus überflüssigen oder verdorbenen Lebensmitteln gibt zu denken. Ich wohne in einem Landkreis mit ganz ganz vielen Biotonnen. Inhalt wird abgeholt und geht in eine Biogasanlage. Abfall von ganz vielen Menschen. Und so wenig kommt dabei raus. Zieht man von dem positiven Ergebnis den Aufwand ab (viele LKW´s die ganz viel fahren) was bleibt dann?

Derek
Beiträge: 23
Registriert: 02.01.2014 16:17
Wohnort: Hunsrück

Beitrag von Derek » 12.02.2014 21:05

hjb hat geschrieben:Nach meinem Wissenstand gibt es Futtermais und solches für den menschlichen Verzehr. Oder essen wir jetzt schon Viehfutter???

WO bitte wird gekappt???????????

AUGEN AUF!! Biogasanlagen gibt es immer neue. Und immer bombastischer wachsen die Berge an Biomais bei den Anlagen! WO BITTE lagen die anderen 40 % Futter für die Anlage? Worum handelt es sich bei dem alternativen Futter von 40%??

Warum so wenig Energie erzeugt wird aus überflüssigen oder verdorbenen Lebensmitteln gibt zu denken. Ich wohne in einem Landkreis mit ganz ganz vielen Biotonnen. Inhalt wird abgeholt und geht in eine Biogasanlage. Abfall von ganz vielen Menschen. Und so wenig kommt dabei raus. Zieht man von dem positiven Ergebnis den Aufwand ab (viele LKW´s die ganz viel fahren) was bleibt dann?
Hallo, ab Anfang 2012 gilt der EEG Novelle 2011. Die Fördersätze für Biogasanlagen sind neugeregelt um die Verwendung von Gülle, Mist, Bioabfälle, Grassilage usw zu fördern, gleichzeitig gibt es eine Maisdeckelung / Begrenzung auf 60% max.
siehe http://www.biomasse-nutzung.de.
Übrigens die LKWs mit Essensreste usw würden ohnehin fahren, vermütlich zu einer Müllverbrennungsanlage. Das Zeug muß weg, warum nicht zu einer Biogasanlage?
In Wikipedia " Biogasanlage" steht dass in Deutschland lediglich 15% der verfügbare Gülle energetisch genutzt wird, das Potential ist gross. Ich glaube der restliche 40% des Substrats ist kein Problem.
Ansicht eines Engländers

ExUser2007
Besonderer Freund
Beiträge: 4946
Registriert: 02.04.2007 16:17

Beitrag von ExUser2007 » 12.02.2014 21:23

@derek

Leider gibt der angegebene Link keinen Hinweis auf Deine Angaben.

Ich freue mich das meine nicht selbst verwertbaren Bioreste verwertet werden.

Bei Gülle muß man wissen das der Energieinhalt recht bescheiden ist. Transport zur Biogasanlage sinnvoll bis etwa 20 km. Danach wird mehr Energie für den Transport aufgewendet.

Gleiches gilt für Mais für Biogasanlagen!

Antworten