Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Allgemeines zum Thema Erdgasfahrzeuge was nicht in die anderen Rubriken passt.

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OSV23
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von OSV23 » 01.07.2019 06:04

Aktuell wird immer der CO2 Ausstoß am Fahrzeug gemessen.
Also selbst wenn der Fahrzeughersteller dafür sorgen würde dass nur noch Biogas getankt werden kann, verändert sich der Ausstoß nicht.
Das ist von unserer Politik einfach nicht vorgesehen.

Oder hab ich das was verpasst?

DerShaker
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von DerShaker » 01.07.2019 06:58

@OSV
so ist es.

Eco-Up: 79g real
EQC: 0g fiktiv - 106g real - Prognose UBA für 2019: 474g / kwh + Co2-Rucksack für Mehr-Energieverbrauch Batterie.

Crazy.

@Robert,
man kann die aber auch andersrum rechnen, dann wird für mich die Sache rund.

die 60g sind wie beschrieben nicht mit Verbrennern oder Hybriden erreichbar. Nur mit dem Fake-Wert 0g für das E-Auto.
Also müssen die Hersteller - wenn man den heutigen Co2-Wert anschaut - >50% E-Autos verkaufen.
Je stärker aber der Wert der anderen 50% sinkt - der Wert der Verbrenner - umso weniger E-Autos müssen die in den Markt drücken.
Einfache Rechnung für mich.
Sollte VW einen signifikanten Anteil CNG verkaufen können, reduziert sich der Co2-Wert der Verbrennerseite und Hr. Diess muss nicht immer wieder
um die stärkere Subventionierung der ID-Reihe bei der Politik betteln.

Gruß
Shaker
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DerShaker
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von DerShaker » 01.07.2019 08:12

Noch ein Nachtrag:

wenn man die realistischen WLTP-Werte nimmt, werden die EU-Werte ambitioniert:

Zoe - 16,9 kwh WLTP = rund 80g Co2 - trotz herrlicher Energieeffizienz

das wird auch nicht deutlich besser, wenn man die EU-Werte nimmt. die lagen 2017 auch >500g/kwh


Deshalb bleibe ich Kritiker dieser EU-Masche.

Geht es um bilanziellen oder realen Umweltschutz und Co2-Einsparung? Ich finde die realen 0g einfach nicht.....

Selbst wenn der Mehrenergiebedarf für die Batterie und das Fahrzeug Klimaneutral hergestellt werden würde, ist das eine Veräppelung.

Denn dieser Mehraufwand an erneuerbarer Energie hätte auch anderweitig sinnvoll verwendet werden können anstatt ein 2,5to-Fahrzeug zu bauen welches auf dem
Papier emissionsfrei und sauber ist. Er steht woanders nicht zur Verfügung.

Deshalb will ich nicht akzeptieren, dass aufgrund politischer Ideologie (oder leider auch Unfähigkeit) sinnvolle Ergänzungen zum E-Auto außen vor bleiben.
Die Grünen kommen ja langsam aus der Deckung. Kohle, Gas, Heizöl, Benzin und Diesel müssen teurer werden, Strom billiger. Obwohl das Co2 im Strom nur mit einem
Bruchteil der Steuersätze von Benzin + Co. belegt sind und wir die nächsten Jahre aufgrund der AKW-Abschaltungen keine signifikanten Co2-Senkungen im Strommix erleben werden.

Mal schauen, ob die Benzin/Diesel/Öl/Gas-Nutzer das unterstützen werden, wo sie heute schon maximal abgezogen werden beim Kauf.
Sobald die schönen Ideen von FfF und Grünen ins reale Leben integriert werden müssen, schau mer mal ob das alles so kommt.

CNG ist für mich nicht tot.

Shaker
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SparAstra
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von SparAstra » 01.07.2019 08:30

Ehrlicher Vergleich mit Daten aus Spritmonitor:

Renault Zoe 41kWh
Listenpreis Kaufbatterie 29990 Euro, Verbrauch 16,19 kWh/100km, berechnete Reichweite 253km, berechnete Ladezeit (22kW-Lader) 1,86 h, Spritkosten für 100km (bei 30 ct/kWh) 4,86 Euro, realer CO2-Ausstoß 97 g/km.

Dagegen der Seat Mii Ecofuel (der leider eingestellt wurde)
Listenpreis 13360 Euro, Verbrauch 3,46 kg/100km, berechnete Reichweite 318kkm, Tankzeit ca. 0,05 h, Spritkosten für 100km (bei CNG-Preis 1,129) 3,91 Euro, realer CO2-Ausstoß 96 g/km.

Stellt mal den Politikern die Frage: was ist wirklich umweltfreundlicher? was ist wirklich praktischer (Tankzeit)? und was ist wirklich günstiger (was kann sich Otto Normalverbraucher leisten)?

Gruß
SparAstra

DerShaker
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von DerShaker » 01.07.2019 11:28

Jaja :0:

darum ja die Forderung, dass Strom (und das enthaltene Co2) billiger werden muss und die restlichen Energieträger teurer.
Plus ausufernder Subventionierung des Kaufpreises Plus staatlich bezahlter Aufbau des Ladesäulenbestandes. Plus bevorzugtes Parken, Plus Subventionierung von Firmen-E-Autos.

Man könnte als Staat mit der Knete auch die maroden Brücken sanieren, einer der höchsten Steuerquoten für Normalverdiener weltweit abschmelzen, die Finanzierung der Krankenkassen umbauen damit man nicht 2/3 seiner Füllung trotz Krankenversicherung doch selber zahlen muss, die Berufsunfähigkeit wieder in die Rente integrieren anstatt es des Konzernen zu überlassen. Könnte man.

ABER,
das sind alles reale Themen und Probleme. Dagegen ist die Fortführung einer ideologischen Weltanschauung viel lustiger.
und offenbar ist das alles notwendig, um die E-Technologie im Fahrzeugbereich bitte endlich Wettbewerbsfähig zu machen.
Wenn schon Kaufpreis, Betriebsstoffkosten, echter Co2-Fussabdruck, Energieaufwand der Herstellung, Langstreckentauglichkeit usw. noch nicht den breiten Konsens der Käufer findet.

Obwohl man in jedem Forum und jedem Bericht nur noch liest, dass dies das Nonplusultra ist. Warum kaufen die Teile denn nur 4.600 Leute im Monat von über 300.000 Stück neu zugelassenen Fahrzeugen?

Naja, als CNG-Fahrer legt man sich mit der Argumentation mit den Zulassungszahlen selbst ein Ei :cool: :cool:

Ist nun sehr Off-Topic, sorry.
Ich finds einfach wieder mal schade, dass eine gute Technik nicht zum Zug kommt.

Shaker
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Robert
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von Robert » 01.07.2019 18:34

OSV23 hat geschrieben:
01.07.2019 06:04
Aktuell wird immer der CO2 Ausstoß am Fahrzeug gemessen.
Also selbst wenn der Fahrzeughersteller dafür sorgen würde dass nur noch Biogas getankt werden kann, verändert sich der Ausstoß nicht.
Das ist von unserer Politik einfach nicht vorgesehen.
Aber es wäre eine echte argumentative Grundlage, der sich sicher auch die Politik nicht entziehen könnte. Und mit der richtigen Lobby dahinter (die wäre da), dann wäre da auch was machbar. Aber 1% Biogas im Erdgasnetz ... das taugt nicht als Argument.
DerShaker hat geschrieben:
01.07.2019 06:58
man kann die aber auch andersrum rechnen, dann wird für mich die Sache rund.

die 60g sind wie beschrieben nicht mit Verbrennern oder Hybriden erreichbar. Nur mit dem Fake-Wert 0g für das E-Auto.
Also müssen die Hersteller - wenn man den heutigen Co2-Wert anschaut - >50% E-Autos verkaufen.
Je stärker aber der Wert der anderen 50% sinkt - der Wert der Verbrenner - umso weniger E-Autos müssen die in den Markt drücken.
Einfache Rechnung für mich.
Da bin ich bei dir und glaube mir, rechnen können die bei VW. Es ist halt die Frage, ob es sich rechnet z.B. hier 1000 Tankstellen zu bauen und 250 Millionen Euro dafür zu verbraten. Für das Geld kann man eine Menge ID's subventionieren und da bringt jedes Fahrzeug eben nicht nur 10%, sondern 100% CO2 Ersparnis.

Und dass null CO2 für E-Autos angesetzt wird, ist ein exorbitanter Betrug an der Umwelt. Dagegen sind die Schummeldiesel von VW gar nichts. Da sind wir uns alle einig. Aber es nutzt nichts, was hat VW für eine Wahl? Sie müssen den Betrug mitmachen. Und die Forderungen von Herrn Diess sind so wie sie sind vor allem deshalb, weil er weiß, dass es Betrug ist. Und er fragt sich, wird dieser Betrug weiter aufrecht erhalten oder sieht das die Politik in vielleicht 5-10 Jahren anders (wie so oft, wenn andere dran sind). Das Übelste für die Industrie sind nicht strengste Auflagen, sondern ein politische Unsicherheit.

P.S.: Allerdings muss auch eines anerkennen: Bein Strom liegt einfach das größte Potential drin diesen CO2-ärmer in den nächsten Jahrzehnten zu machen. Erdas wird immer Erdgas bleiben und der Verbrenner ist weitgehend ausentwickelt

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Gulbenkian
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von Gulbenkian » 01.07.2019 19:49

SparAstra hat geschrieben:
01.07.2019 08:30
berechnete Ladezeit (22kW-Lader) 1,86 h, Spritkosten für 100km (bei 30 ct/kWh) 4,86 Euro, realer CO2-Ausstoß 97 g/km.
[...]
Tankzeit ca. 0,05 h, Spritkosten für 100km (bei CNG-Preis 1,129) 3,91 Euro, realer CO2-Ausstoß 96 g/km.
Tanken kostet Zeit und in den seltensten Fällen wohnt man direkt neben der CNG Tanke. Laden kann sehr oft da, wo das Auto ohnehin länger steht (PKW stehen im Schnitt 23h/Tag sinnlos in der Gegend rum). Klarer Vorteil für den Elektrokarren. Das E-Auto fährt lokal emissionsfrei und bei selbst erzeugtem (Solar)Strom sogar real mit fast 0g CO2. Unser Strom kostet, wenn wir ihn zu nicht selbst erzeugen, keine 25cent/kWh. Beim Mii bitte auch den Benzinverbrauch berücksichtigen. Dann ist es zumindest bei Treibstoffkosten ein Nullsummenspiel. Elektro schlecht zu rechnen, macht CNG nicht besser ;-)
Golf IV 2.0 BiFuel '06 (verkauft)
Touran 2.0 Ecofuel '07
VW ecoUp '16

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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von SparAstra » 02.07.2019 06:47

Gulbenkian hat geschrieben:
01.07.2019 19:49

Tanken kostet Zeit und in den seltensten Fällen wohnt man direkt neben der CNG Tanke. Laden kann sehr oft da, wo das Auto ohnehin länger steht (PKW stehen im Schnitt 23h/Tag sinnlos in der Gegend rum). Klarer Vorteil für den Elektrokarren. Das E-Auto fährt lokal emissionsfrei und bei selbst erzeugtem (Solar)Strom sogar real mit fast 0g CO2. Unser Strom kostet, wenn wir ihn zu nicht selbst erzeugen, keine 25cent/kWh. Beim Mii bitte auch den Benzinverbrauch berücksichtigen. Dann ist es zumindest bei Treibstoffkosten ein Nullsummenspiel. Elektro schlecht zu rechnen, macht CNG nicht besser ;-)
Strompreis: bei Schnellladern bekommt man den kaum unter 30 ct/kWh. Bei "Schnarchladen" (Steckdose) ist dies natürlich günstiger, dauert dann aber auch länger als die 1,86 h.
Und Benzinverbrauch beim Mii: ich habe auf 11000km (absichtlich) 5 Liter verfahren, damit der Sprit nicht alt wird. Somit kommt noch einmal ein Gramm CO2 drauf. Damit wäre dann "Gleichstand" beim CO2.

Bemerkung: Dies sind alles "Realwerte" aus Spritmonitor und keine Katalogwerte.
Für mich macht es auf jeden Fall keinen Sinn, unseren Mii durch einen ZOE zu ersetzen: weniger Reichweite, viel längere Tankzeiten, "teurerer" Sprit, und mehrfach teureres Fahrzeug.
Gruß
SparAstra

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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von Robert » 02.07.2019 08:40

Ich denke auch, Schlechtrechnen muss nun auch nicht sein.

Beim Tanken und den Energiekosten sehe ich keinen echten Unterschied, da kann man jetzt links oder rechts es sich hinrechnen, aber unterm Strich ist der Unterschied marginal.
Denn natürlich liegt CNG bei den Tankzeiten auf der Langstrecke vorne, aber kaum jemand fährt nur Langstrecke. Nimmt man mal die durchschnittlichen 15.000km eines Autos, nimmt davon an, dass zehn Langstrecken a 500km dabei sind und der Rest vor Ort geschieht, dann steht der E-Karren pro Langstrecke vielleicht eine Stunde an der Säule (2x halbe Stunde). Macht 10h im Jahr, der Rest passiert zu Hause, ohne dass wer daneben steht. Nimmt man jetzt 15 Minuten pro Tankvorgang bei CNG (bitte die kleinen Umwege und Co. nicht vergessen), dann macht das bei 300km im Mittel immerhin auch 12,5h/Jahr.

Beim CO2 hingegen sehe ich das E-Auto heute schon vorne. 97g CO2 für 16,19kWh? Woher kommt der Wert? Das würde ja rund 600g/kWh entsprechen. Das ist der Wert von vor 6 Jahren für eine kWh. Inzwischen liegen wir aber bei rund 500g/kWh (etwas drunter, wenn man die Inlandserzeugung sieht, etwas drüber beim Inlandsverbrauch). Insgesamt also bei ca. 80g. Und es ist schon zu erwarten, dass die nächsten 6 Jahre die kWh im Mittel um noch mal 100g absinkt, also ca. 400g/kWh für ein heute angeschafftes E-Auto über die Lebensdauer im Mittel zusammen kommen. Und das ist dann mit ca. 65g/km schon eine klare Ecke besser als 97g/km des Erdgasers. Aber auch mit heutigen Werten ist der E-Karren bereits klar vorne.

Bleiben die Anschaffungskosten: Die sind eindeutig höher E-Auto, wobei man auch hier nicht schlecht rechnen sollte. Der ZOE ist ein Kleinwagen und kein Kleinstwagen. Nimmt man mal einen Polo TGI geht der nach Rabatt bei 18.000€ los, ein ZOE kostet nach Rabatt 24.000€ ... ist natürlich auch noch echt Geld, aber nicht so viel wie vorgerechnet.

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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von DerShaker » 02.07.2019 14:32

Hallo Robert,

die 80g hatte ich doch auch geschrieben.
474g BRD-Mix in 2018, EU-Wert war irgendwo >500g.
also komme ich auf die 80g.

Die weitere Theorie, dass wir die nächsten Jahre 100g zusätzlich reduzieren, sehe ich im Moment nicht.
Weil es mir kaum möglich erscheint, bis 2022 die 647 TWh Atomstrom die in 2018 noch ins Netz gingen vollständig durch EE-Strom zu ersetzen und damit bis 2022 keine zusätzliche Co2-Belastung zu erzeugen durch anderweitige Erzeugung.
Da ist dann aber noch kein Kohleblock ersetzt.
Mag sein, dass dennoch Kohleblöcke vom Netz gehen - wenn dafür aber die Importe hochgehen und die Emission im EU-Ausland steigt bringt das dem Klima ja nichts.
Aber es erscheint vermutlich nicht mehr in der deutschen Statistik, kann das sein? weiß es nicht genau.

Rein rechnerisch gehe ich eher davon aus, dass sämtlicher Zubau von EE-Erzeugern die AKW-Mengen ersetzen müssen und wir nicht in der Fläche eine Reduzierung der Kohleverstromung haben werden.

Gruß
Shaker
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Robert
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von Robert » 02.07.2019 15:36

DerShaker hat geschrieben:
02.07.2019 14:32
die 80g hatte ich doch auch geschrieben.
474g BRD-Mix in 2018, EU-Wert war irgendwo >500g.

Die weitere Theorie, dass wir die nächsten Jahre 100g zusätzlich reduzieren, sehe ich im Moment nicht.
Weil es mir kaum möglich erscheint, bis 2022 die 647 TWh Atomstrom die in 2018 noch ins Netz gingen vollständig durch EE-Strom zu ersetzen und damit bis 2022 keine zusätzliche Co2-Belastung zu erzeugen durch anderweitige Erzeugung.
Bei den 97g war ich bei SparAstra's Ausführungen. Ich denke wir sind uns mit den ca. 80g einig.

Ansonsten liegt der Mittelwert in Europa meines Wissens nach klar tiefer. Ich habe spontan nur die Zahlen aus 2009 gefunden:
https://www.eea.europa.eu/data-and-maps ... -g-per-kwh
Da lag das Mittel ja bereits um die 400g/kWh und das ist sicher auch besser geworden.

Wo ich bei dir bin, dass es die nächsten 3,5 Jahre sicher nicht wirklich runter gehen wird. Da wäre es schon ein kleines Wunder, wenn die Zahlen halbwegs gehalten werden können. Aber dann im Anschluss wird es sicher wieder runter gehen und wenn man heute ein Auto kauft, dann sollte man ja die Lebensdauer des Autos von vielleicht 12-15 Jahren durchaus im Ganzen berücksichtigen und nicht nur die nächsten 3,5 Jahre.
DerShaker hat geschrieben:
02.07.2019 14:32
Mag sein, dass dennoch Kohleblöcke vom Netz gehen - wenn dafür aber die Importe hochgehen und die Emission im EU-Ausland steigt bringt das dem Klima ja nichts.
Aber es erscheint vermutlich nicht mehr in der deutschen Statistik, kann das sein? weiß es nicht genau.
Doch, dein Gefühl ist durchaus richtig. Das hatte ich ja bereits mit "etwas unter 500g bzw. etwas über 500g CO2" beschrieben.
Immer dann wenn Wind und Sonne kräftig da sind, dann exportiert Deutschland fleißig CO2-freien Strom und wenn die mau sind, dann wird eher CO2 reicher Strom importiert. Das führt dazu, dass der inländische Stromverbrauch mit rund 520g zu buche schlägt, obwohl die inländische Erzeugung bereits bei den von dir genannten 474g liegt. Und diese Differenz wird immer größer.
Schön zu erkennen an der Hell- bzw. Dunkelblauen Line in dieser Grafik:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/c ... rom-sinken

supercruise
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von supercruise » 03.07.2019 00:11

Robert hat geschrieben:
29.06.2019 19:43
supercruise hat geschrieben:
29.06.2019 12:23
Laut Winterkorn kostet jedes Gramm CO2-Flottenreduzierung dem Konzern 100 Millionen €!, in der Entwicklung. Dazu kommen noch die sehr hohen Strafzahlungen an die EU, wenn die Flotte zu viel CO2 austößt.

Mit Hybrid kann man auf dem Papier mehr CO2 einsparen, allerdings sind Hybrid-Antriebe technisch aufwendiger und damit teurer. Toyota hat hier einer Sonderstellung (preislich atrraktive Hybridantriebe), weil sie auf dem Gebiet technlogisch führend sind. Aber mit VW ist das nicht vergleichbar.
Nein, entweder kostet das Gramm CO2 Entwicklungskosten oder es kosten Strafzahlung, aber es kostet nicht beides ;).

Das Problem ist doch, CNG ist zukunftsfähig ungefähr für die Grenzen, die 2021 in Kraft gehen (ein Up unterbietet diese leicht, ein Golf liegt leicht drüber). Damit ist spätestens aber 2025 Schluss und erst recht 2030. Da liegt die Grenze dann bei knapp 60g CO2/km ... das ist mit CNG nicht zu packen, nicht mal annähernd. Aber das sind nur noch gut 10 Jahre bis dahin. Wenn man heute eine Strategie verabschiedet, dann ist die 2025 umgesetzt.

CNG ist einfach tot, da noch rein zu investieren, ist verlorenes Kapital. Die Grenzen sind nur mit Elektrifizierung zu erreichen und da reicht auch nicht ein "normaler" Hybrid (Toyota Hybrid), da muss ein Plug-In her oder ein reines E-Auto. Ein Plug In Hybrid unterbietet die 60g CO/km heute schon leicht, ein normaler Hybrid ist da weit weg (und wird das auch nicht packen).

CNG hätte nur eine Chance, nämlich mittels echtem ehrlichen Biogas. Aber das wird hier ja massiv abgelehnt (und nicht dem bilanziellen Zeug, welches keine Rückwirkung auf den CO2 Ausstoß hat).
supercruise hat geschrieben:
29.06.2019 12:23
Ich verweiß auf das Beispiel von Tesla. Tesla wurde unter anderem (bis jetzt) so erfolgreich, weil sie eigene Tankstellen betreiben. Ein Supercharger kostet mindestens 100.000€, ohne die Infrastruktur. Weilweit gibt es einige davon.
Erstens mal ist Tesla null erfolgreich, zumindest finanziell. Ob das langfristig gut gehen wird, ist echt fraglich und die Supercharger ist da ein echter Klotz am Bein. Nicht umsonst kostet es inzwischen richtig Geld dort zu laden.
Ansonsten würde mich mal interessieren, wo du die Zahl von 100.000€/Supercharger her hast. Die kommt mir viel zu hoch vor, für einen mittleren Standort mit vielleicht 10 Ladesäulen ... das könnte passen. Aber dann natürlich inkl. allem. Auch hier gilt, doppelt abrechnen ist Unsinn. Die Säule selbst kostet sicher nicht so viel, sondern genau das drumherum kostet auch nicht unerblich was.
Trotz der Entwicklungskosten für einen geringeren Co2-Ausstoß werden Strafzahlungen nicht vermeidbar sein.
Die Frage ist, wann Plug-In realisitisch eingestuft wird, bezüglich des Co2-Austoß pro 100 Kilometer. Die politische Führung geht in Richtung grün. Die werden einiges ändern, mehr als uns lieb ist!

Synthetische Kraftstoffe sollen wieder fokusiert werden, dazu gab es erst kürzlich einen Beschluss. Such mal selbst. :) Dann soll noch die Co2-Steuer kommen. Und Euro 7! Mit Euro 7 ist der Diesel vom Tisch.

Zu Tesla. Was den Anteil an E-Autos betrifft sind sie erfolgreich, was Ökonomie anbetrifft nicht, da hast du zweifellos Recht. Ich sehe im Übrigen auch nicht, das Tesla überleben wird.

Zu den Kosten für Supercharger, eine offizielle Angabe (Tesla Pressesprecherin).

Eine Unternehmenssprecherin verweist darauf, dass noch weitere Firmen an der Einrichtung der Ladestationen beteiligt seien und man keine Informationen preisgebe.
Nur so viel verrät sie: Die Installation eines Superchargers kostet zwischen 75.000 und 100.000 Dollar. Und nicht alle werden durch die Sonne betrieben: "Einige werden auch ans Stromnetz gehängt werden müssen." Aber auch bei diesen Superchargern ist das Stromtanken kostenlos - das werde vertraglich garantiert.
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/kos ... 60569.html

SparAstra
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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von SparAstra » 03.07.2019 07:01

Beim CO2-Wert habe ich nur die Werte von Spritmonitor "abgeschrieben". Nachträglich gerechnet lagen die bei 600 g/kWh.
Seit heute ist die "CO2-Hitliste" umgestellt, jetzt liegt der Umrechnungsfaktor bei 480 g/kWh. Und somit Renault ZOE und Nissan Leaf bei ca. 78 bzw. 75 g/km (da sich auch die durchschnittlichen Verbrauchswerte leicht geändert haben).

Gruß
SparAstra

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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von Robert » 03.07.2019 10:21

supercruise hat geschrieben:
03.07.2019 00:11
Trotz der Entwicklungskosten für einen geringeren Co2-Ausstoß werden Strafzahlungen nicht vermeidbar sein.
Dass das bei den meisten Autobauern eine Mischstrategie wird, ist klar. Aber auch bei einer Mischstrategie wird jedes Gramm CO2 nur einmal bezahlt. Fiktives Beispiel: Es müsste der CO2 Ausstoß der Flotte um 30g gesenkt werden. Die Strategie lautet am Ende vielleicht: 1,5 Milliarden Euro werden investiert, das senkt den CO2 Ausstoß um 15g und für die anderen fehlenden 15g werden Strafzahlungen geleistet.
supercruise hat geschrieben:
03.07.2019 00:11
Zu den Kosten für Supercharger, eine offizielle Angabe (Tesla Pressesprecherin).

Eine Unternehmenssprecherin verweist darauf, dass noch weitere Firmen an der Einrichtung der Ladestationen beteiligt seien und man keine Informationen preisgebe.
Nur so viel verrät sie: Die Installation eines Superchargers kostet zwischen 75.000 und 100.000 Dollar. Und nicht alle werden durch die Sonne betrieben: "Einige werden auch ans Stromnetz gehängt werden müssen." Aber auch bei diesen Superchargern ist das Stromtanken kostenlos - das werde vertraglich garantiert.
Ok, dir ist aber schon bewusst, was in dem Artikel mit "ein Supercharger" gemeint ist?
"Ein Supercharger" ist dort eine Ladestation mit 2-3 Ladeanschlüssen für Autos inkl. einer Solaranlage, die insgesamt mehr Strom erzeugt, als an der Station durch das Aufladen verbraucht wird, so dass keine Folgekosten mehr entstehen. Genau diese Solaranlage wird aber den Hauptteil der Kosten "des Superchargers" ausmachen. So zumindest die Vision in 2012 (dass es heute in 2019 anders aussieht, steht noch mal auf einem anderen Blatt). Das ist wegen der inkludierten Energieversorgung aber überhaupt nicht vergleichbar mit den Installationskosten einer Erdgastankstelle. Denn bei den Investitionskosten einer Erdgastankstelle ist das zukünftig verkaufte Erdgas ja nicht inkludiert.
SparAstra hat geschrieben:
03.07.2019 07:01
Seit heute ist die "CO2-Hitliste" umgestellt, jetzt liegt der Umrechnungsfaktor bei 480 g/kWh. Und somit Renault ZOE und Nissan Leaf bei ca. 78 bzw. 75 g/km (da sich auch die durchschnittlichen Verbrauchswerte leicht geändert haben).
Ich weiß nicht wie es vorgestern war, aber gestern sah die Welt auch schon so aus.

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Re: Neues zu CNG aus dem VW-Konzern

Beitrag von Sven2 » 04.07.2019 08:02

neue CNG Förderung - leider nur in Österreich
https://www.omv.at/de-at/tankstellen/kr ... iertes-gas
Wiederholungstäter: früher Touran TSI_EF, jetzt B200 NGD

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